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Wappen RKSV ROHDA Raalte (Recht Op Het Doel Af) ROHDA
RAALTE
3:1
(0:0)
SV
URK
Wappen SV Urk
 
  Tore:  
1:0 Blanke (47.)  
2:0 Roeloffzen (49.)  
  2:1 Schraal (64.)
3:1 Willemsen (90.)  
 
Dienstag, 20. Februar 2026 20:00 Uhr
Sportpark Tijenraan 180
Raalte, Overijssel, NL Auto - 150 km ab DU-Walsum
Derde Divisie A (NL IV) 18. Spieltag
8 Euro 2° C - bewölkt
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Zur besten Sendezeit, an einem Dienstag um 20 Uhr, sollte ich ein weiteres Kapitel grandioser niederländischer Vereinsnamen öffnen. Etwas mehr als zwei Wochen nach meinem Besuch bei „Uitspanning Na Arbeid“ (Erholung nach der Arbeit) nahe Eindhoven hieß mein heutiges Ziel „Recht Op Het Doel Af“ (Geradewegs auf das Ziel zu). Das klang schon etwas ambitionierter und zeigte sich bei ROHDA Raalte auch in der Tabelle. Der Club aus der Gemeinde inmitten des Städte-Dreiecks Zwolle, Deventer und Almelo führte vor der Partie gegen den SV Urk die Derde Divisie A klar an und wird aller Voraussicht nach im kommenden Sommer in die Tweede Divisie aufsteigen. Somit war es sicherlich nicht verkehrt, schon früh für die kommende Spielzeit und die dann vielleicht bereits früh komplettierte Liga vorzusorgen. Bis dahin führte mich Google Maps jedoch durch den Regen, die Dunkelheit und über niederländische Landstraßen zum Ziel. Raalte ist einer der wenigen Orte in der mit einem dichten Autobahnnetz durchzogenen Niederlande, den man nur über mehrere Kilometer Über-Land-Fahrt erreichen kann.

Der Aufwand sollte sich aber lohnen. Schon durch die zuvor angesehenen Bilder war ich auf den Sportpark Tijenraan sehr gespannt. Ein Löwengang führte die per Auto bzw. zu Fuß angereisten Zuschauer zur Tageskasse. Auf dem Gelände angekommen fiel einem sofort das moderne Vereinsheim ins Auge. Die Ausstattung war vom Feinsten und lässt sicherlich manchen VIP-Bereich im deutschen Profi-Fußball alt aussehen. Der Prunk nutzt jedoch wenig, wenn die Küche nicht geöffnet ist und lediglich die Wärme zum Verweilen einlädt. Nun bin ich nicht wegen vermeintlicher Gemütlichkeit 150 Kilometer gefahren und wagte mich in die Kälte und den leichten Regen. Auch der Hauptplatz des sieben Plätze umfassenden Sportparks wusste zu überzeugen. Eine sich über die komplette Länge der Gerade erstreckende Tribüne findet man im niederländischen Amateurfußball nicht häufig. Zudem war ich dankbar über die Möglichkeit, mich ohne großes Gedränge auf eben jener Tribüne vor Wind und Wetter schützen zu können.

Dabei hatte ich mich scheinbar bei den auswärtigen Anhängern niedergelassen. Diese hatten sogar eigene Stewards in entsprechenden Warnwesten dabei. Etwas drüber, wenn man bedenkt, dass der Altersschnitt am Platz wohl irgendwo rund um das 50. Lebensjahr lag. Viel gab es im ersten Durchgang auch nicht zu sehen, das besondere Emotionen hätte hochkochen lassen können. Lediglich der Schiedsrichter nahm sich etwas zu wichtig und schaffte es zudem den Ball öfter zu berühren als so mancher Feldspieler. Dafür schepperte es dann im zweiten Durchgang früh. Ein Kopfball nach einer Ecke (47.) sowie ein dankbares Geschenk der Gäste (49.) besorgten den Hausherren und Favoriten eine komfortable Führung. Was in der ersten Halbzeit nicht funktionierte, fluppte also nach der Pause. Mit dem Vorsprung im Rücken wurden die rot-gelben Gastgeber jedoch etwas fahrlässig, ließen in der 64. Minute den Anschlusstreffer zu und konnten erste in der Nachspielzeit das Sicherheit bringende 3:1 markieren. Durchgefroren war ich froh, als der letztendlich doch noch recht lebendige Kick gegen 22 Uhr ein Ende fand und ich wieder Richtung Duisburg aufbrach.