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Wappen SG Union 1919 Klosterfelde SG UNION
KLOSTERFELDE
3:1
(3:0)
FC ANKER
WISMAR
 
  Tore:  
  1:0 Brando (41.)  
2:0 Boritzki (42.)  
  3:0 Brando (44.)  
  3:1 Breier (48.)  
 
Freitag, 27. Februar 2026 20:00 Uhr
Sportplatz an der Mühlenstraße 2 222
Wandlitz, Brandenburg, DE Auto - 20 km ab Bernau bei Berlin
NOFV-Oberliga Nord (DE V) 19. Spieltag
5 Euro 12° C - wolkenlos
Soljanka - 4 Euro Bier (Veltins) 0,4l - 4 Euro
 
 
 
 
 
 
 
 

Wer hätte das gedacht, als ich in der C-Jugend glücklich ohne Ende auf das gerade beendete Auswärtsspiel in Klosterfelde zurückblickte. Meine Jungs und ich hatten die Truppe aus dem Wandlitzer Ortsteil gerade ordentlich vermöbelt und mir gelangen acht Buden – falls mich meine Erinnerung nicht täuscht. Der Sportverein aus dem beschaulichen Klosterfelde war eben nicht mehr und nicht weniger, als ein Klub auf den man jedes Jahr zwei Mal trifft und meist die Nase vorn hat. Seit zirka und 15 Jahren und somit seitdem ich meine Heimat verlassen habe, ging es für die SG Union stetig bergauf. Ich habe die Erfolge, wenn überhaupt, nun nur noch mit einem Auge verfolgt und hätte es nicht für möglich gehalten, dass Klosterfelde irgendwann die Flagge des Landkreises Barnim im Fußballzirkus hochhält. Anders als ihr Vorgänger aus Ahrensfelde scheint sich die Union in der Oberliga etablieren zu wollen. Nach etwas mehr als der Hälfte der Saison begrüßte man den FC Anker Wismar am letzten Freitagabend im Februar als stolzer Tabellenvierter.

Grund genug für mich, den Heimatbesuch mit einer Stippvisite auf der Sportanlage an der Mühlenstraße zu verbinden. Auch hier hatte sich einiges getan und zwischen den beiden Großfeldern war eine stattliche Tribüne entstanden. Der Zuschauerzuspruch honorierte die sportliche Leistung und sicherlich auch die Infrastruktur, sodass es an diesem milden Frühlingsabend rund um den Kunstrasenplatz recht wuselig wurde. Und da ist er auch, der einzige kleine Makel an meinem spontanen Besuch. Leider wurde nach dem harten Winter noch nicht auf dem Hauptplatz gespielt. So liefen die Teams aus dem Barnim und aus Mecklenburg ziemlich zeitig auf dem künstlichen Geläuf ein. Sicherlich ein Nachteil für die Gäste von der Ostseeküste, die im heimischen Kurt-Bürger-Stadion größere Dimensionen und Naturrasen gewohnt sind. So hatten es die Hausherren von Beginn an etwas leichter. Die quirligen und technisch versierten Spieler der Union behielten folgerichtig das Heft in der Hand. Kurz vor der Pause sollte sich die Überlegenheit für die Hausherren auszahlen.

Ich hatte gerade mein obligatorisches Bier in der Hand und bestellte am Imbiss hinter der Tribüne eine Soljanka, als ein erster Jubel die Stille durchbrach. Auch wenn der FC Anker ein Dutzend Schlachtenbummler im Gepäck hatte, war mir schnell klar: Klosterfelde hatte getroffen (41.). Tor verpasst, aber immerhin war meine Soljanka-am-Sportplatz-Premiere fast greifbar. Da klingelte es direkt ein zweites Mal (42.). Nun ging es Schlag auf Schlag und ich war froh, dass ich das Tor zum 3:0 (42.), einen direkt verwandelten Freistoß, mit dem Soljanka-Teller in der Hand live miterleben durfte. In viel weniger Zeit kann man ein Spiel wohl nicht entscheiden. Bevor es weitergeht, die säuerlich-scharfe ostdeutsche Signature-Suppe war die beiden verpassten Tore durchaus wert. Auch der vierte und letzte Treffer des Abends fiel rund um die Halbzeitpause. Direkt nach dieser kamen die Gäste etwas glücklich zum Ehrentreffer (48.). Ein kleiner Schönheitsfleck auf dem klaren Erfolg der Klosterfelder Truppe. Ich bin gespannt, wie nachhaltig das wohl vor allem finanzielle Engagement bei der SG Union angelegt ist und wo die Reise für die Barnimer hingehen wird.