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logo_schalke FC
SCHALKE 04
1:0
(1:0)
DSC ARMINIA
BIELEFELD
Wappen DSC Arminia Bielefeld 1905
 
  Tore:  
1:0 Dzeko (15.)  
 
Freitag, 6. März 2026 18:30 Uhr
Veltins-Arena 62.077 (ausverkauft)
Gelsenkirchen, NRW, DE Auto - 35 km ab DU-Walsum
2. Bundesliga (DE II) 25. Spieltag
12 Euro - Stehplatz Kurve (Dauerkarte) 13° C - wolkenlos
--- Bier (Veltins) 0,5l - 5,0 Euro
 
 
 
 
 
 
 
 

Aus der Brandenburger Ferne schaute ich mit meiner Mutter und Alex das Schalker Auswärtsspiel in Fürth im Fernsehen. Der S04 nahm im „Topspiel“ dank eines Traumtores von Ljubicic immerhin einen Punkt vom Tabellenletzten mit in den Ruhrpott. Wenn auch etwas ernüchtert, grüßte man weiterhin von der Tabellenspitze. Mit der Arminia hatte man an diesem Freitag abermals einen Gegner vor der Brust, der nicht unbedingt zu den Spitzenteams der Liga gehört. Zum Glück ging es für das Duell mit den Ostwestfalen wieder in die Arena. Bei der Partie in Fürth musste ich nämlich wieder feststellen, wie langweilig ein Fußballspiel vorm Fernseher ist – selbst mit Schalker Beteiligung. Zu einem echten Spieltag gehört es eben mit dazu, sich in den freitäglichen Feierabendverkehr auf der A42 zu stellen. Oder einen leckeren Mantateller am Parkplatz zu verputzen. Bei weiterhin wunderbarem Frühlingswetter freut man sich sowieso noch einen Funken mehr auf den anstehenden Stadionbesuch.

In „unserer“ Ecke der Nordkurve versammelte sich an diesem Abend nach langer Zeit mal wieder die ziemlich volle Kapelle mit Kirsten, Torsten, Andre, Flo und uns. Während wir die Zeit bis zum Anpfiff lebhaft verquatschten, positionierten sich in der gesamten Nordkurve Jungs mit Sturmhauben, die die anstehende Pyroshow zum Einlaufen der Teams bereits früh ankündigten. So war die Kurve um halb sieben vollständig eingenebelt. Zudem bildeten mehrere Blinker hinter der Rauchwand den Schriftzug „S04“. Nachdem der voll besetzte Gästeblock sich vor dem Anpfiff einige Male Gehör verschafft hatte, übernahmen nun wir Hausherren. Das spürbare Stimmungstief aus den Spielen gegen Lautern und Bochum schien ebenso überwunden wie das sportliche Tal rund um den Jahreswechsel. Natürlich half in beiden Punkten Dzekos früher Treffer zum 1:0 (15.). Schalkes Superstar verwertete Ayhans Latten-Kopfball souverän und staubte ganz klassisch ab. So selbstverständlich war die Führung zu diesem Zeitpunkt nicht, da eigentlich der DSC bis dato das Spiel bestimmte. Nach dem Tor flachte die Partie merklich ab, ehe die Knappen vor dem Pausenpfiff einige Möglichkeiten zum 2:0 liegen ließen.

Der zweite Durchgang begann so, wie der erste geendet hatte. Der S04 war phasenweise drückend überlegen. Dies äußerte sich zum Beispiel in den neun Eckstößen, die man sich erspielte. Immerhin hatte eine Ecke das 1:0 gebracht. Hinzu kamen gefühlt zwei Dutzend langer Einwürfe von Timo Becker, die man mit viel Wohlwollen den Eckbällen gleichsetzen könnte. Doch die Überlegenheit der Heimelf schraubte leider nicht das Ergebnis nach oben. So erlebte ich fast ein Deja-vu und dachte an das Hinspiel auf der Alm. Schalke war damals nicht so drückend überlegen, aber auch in Bielefeld war die Führung knapp und konnte nur mit Ach und Krach über die Zeit gerettet werden. Das war oft die Art und Weise wie Königsblau in der grandiosen Hinrunde seine Spiele gewann. Trotzdem war die Anspannung natürlich denkbar groß. Umso schöner, wenn man nach 90 Minuten plus Nachspielzeit drei Punkte mehr auf dem Konto hat und halbwegs entspannt auf die Spiele der Konkurrenz gucken kann. Spitzenreiter. Aufstiegsrennen. Noch neun Spiele!