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logo_schalke FC
SCHALKE 04
2:2
(2:0)
HANNOVER
96
Wappen Hannoverscher SV 96 II
 
  Tore:  
1:0 Dzeko (29.)  
2:0 Karaman (38.)  
  2:1 Nawrocki (82.)
  2:2 Pichler (90.)
 
Sonntag, 15. März 2026 13:30 Uhr
Veltins-Arena 62.077 (ausverkauft)
Gelsenkirchen, NRW, DE Auto - 35 km ab DU-Walsum
2. Bundesliga (DE II) 26. Spieltag
12 Euro - Stehplatz Kurve (Dauerkarte) 9° C - wolkig
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Das Schalker Heimspiel gegen Hannover wäre mal wieder so ein Spiel, nach dem ich mir noch vor einigen Jahren das Tippen des Spielberichts erspart hätte. Mit Frust, Wut oder auch Enttäuschung in die Tasten zu hauen kann einen aber wohl auch von diesen Emotionen befreien. Habe ich gehört. Dabei sah alles so gut aus. Das Duell mit den Niedersachsen war das erste der noch vier anstehenden Treffen des S04 mit den Teams aus der fünfköpfigen Spitzengruppe der 2. Liga. Zuvor waren sowohl Darmstadt, Elversberg und Paderborn „gestolpert“, sodass ein Schalker Sieg heute fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz bedeutet hätte. In der Halbzeitpause war dieser dann zum Greifen nah. Die Knappen dominierten denkbar harmlose 96er, die an diesem Sonntagnachmittag nicht wie ein Spitzenteam auftraten. Bis auf eine vom wieder genesenen Karius vereitelte Großchance (22.) hatte Hannover erschreckend wenig zu bieten. Ganz anders Königsblau. Phasenweise war das Fußball zum mit der Zunge schnalzen. Folgerichtig führte man nach den schön herausgespielten Treffern von Dzeko (29.) und Karaman (38.) zur Pause mit 2:0.

Die Führung, ja meinetwegen auch der Sieg, waren bereits zu diesem Zeitpunkt so ungefährdet, dass selbst der S04 das nicht mehr vermasseln konnte. Zudem fand ich lobende Worte für den bis dato souverän agierenden Schiedsrichter. Das eben jener, Jurist Dr. Barun aus dem Bergischen, mit einem Plot Twist aufwarten würde, konnte vor dem Wiederanpfiff noch niemand ahnen. Vorweg, es ist nie gut, wenn der Referee das Drehbuch schreibt. Wir springen in die 52. Spielminute in der Schalke-Stürmer Dzeko im Drehen den Ball runternehmen möchte und stattdessen den in seinem Rücken stehenden Chakroun auf Bauchhöhe trifft. Das ist nicht schön, tut kurz weh und passiert so an jedem Wochenende auf den Sportplätzen zwischen Aachen und Cottbus dutzende Male. Es sah so aus, als würden das alle Beteiligten genauso sehen. Dzeko entschuldigte sich umgehend für seinen unglücklichen Einsatz und die Spieler der Gäste sahen keinen Grund für Protest und legten sich den Ball zum Freistoß bereit, als Dr. Braun aus dem nichts die Rote Karte zückte.

Was. Zur. Hölle. Jeder der jemals Fußball gespielt hat oder auch nur ein paar Spiele gesehen hat schüttelte mit dem Kopf. Unglaublich. Der Ärger über die Unterzahl war dabei ebenso groß wie der Blick in die Zukunft und die anstehende Sperre. Ach so, wo war eigentlich der verdammte VAR, als man ihn brauchte, um diese wahnwitzige Entscheidung zu korrigieren? Doch Schalke spielte das zehn gegen elf klasse herunter und hatte die Gäste weiterhin gut im Griff. Zehn Minuten vor dem Ablauf der regulären Spielzeit stieg Katic im eigenen Strafraum unnötig hart gegen Hannovers Nkili ein. Strafstoß (und auch dieser brachte seine Zweifler mit sich…). Karius hält! Irre! Doof nur, dass die anschließende Ecke zum Torerfolg für die Niedersachsen führte. Dem ganzen musste Regisseur Dr. Braum dann natürlich noch die Krone aufsetzen und verlängerte dafür sogar die siebenminütige Nachspielzeit. In der 98. Spielminute erzielte Hannover unter Karius‘ freundlicher Mithilfe tatsächlich den Ausgleich. Die Seite ist vollgeschrieben und ich bin noch immer stinkwütend. Klasse. Scheiß DFB!