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Wappen SV Curslack-Neuengamme 1919 CURSLACK-
NEUENGAMME
1:4
(1:2)
FC
TÜRKIYE
Wappen FC Türkiye Wilhelmsburg 2000
 
  Tore:  
  0:1 Dos Santos (15.)
1:1 Schmidt (37.)  
  1:2 Acheampong (45.)
  1:3 Mountari (69.)  
  1:4 Izumi (83.)
 
Samstag, 21. März 2026 15:00 Uhr
Sportplatz Gramkowweg 88
HH-Bergedorf, Hamburg, DE Auto - 390 km ab DU-Walsum
Oberliga Hamburg (DE V) 28. Spieltag
5 Euro 10° C - sonnig
Krakauer - 3,50 Euro Bier (Holsten) 0,3l - 3 Euro
 
 
 
 
 
 
 
 

Für dieses frühlingshafte Wochenende im März bestimmte nicht vordergründig der Fußball die Tourenplanung. Chrissi hatte schon frühzeitig Tickets für Kool Savas‘ Jubiläumstour geordert, mit der er Halt in Hamburg machen sollte. Musikalisch eine Reise in unsere Jugend, in der wir die Songs des King of Rap rauf und runter hörten. Natürlich schaute ich, wie ich den Trip mit ein paar Fußballspielen im hohen Norden füttern konnte. Für den Anreisetag Sonnabend fand ich um 15 Uhr eine Partie in der Oberliga der Freie und Hansestadt. In die Stadt selbst ging es dafür nicht und stattdessen steuerte ich die maximal ländliche Kulturlandschaft Vierlande im Südosten Hamburgs an. Einerseits war der Besuch beim dort heimischen SV Curslack-Neuengamme aufgrund der schicken Anlage sehr verlockend, andererseits wird der SVCN in der kommenden Saison kein Oberligist mehr sein. Auch und vor allem durch die wahrscheinlichen zwei Hamburger Absteiger aus der Regionalliga, ist der Club vom Land mit seinen derzeit sieben Punkten gefühlte Lichtjahre vom rettenden Ufer entfernt.

Trotzdem waren die Ehrenamtlichen auf der Sportanlage Gramkowweg im Schatten der örtlichen Grundschule und am Ufer der Dove-Elbe äußerst freundlich und sorgten im Zusammenspiel mit der Frühlingssonne für Wohlfühlatmosphäre. Der SVCN konnte bei all den sportlichen Problemen immerhin auf sein schmuckes kleines Stadion stolz sein. Dieses wurde bereits bei meiner Ankunft, 45 Minuten vor dem geplanten Anpfiff, bespielt. Hektisch versicherte ich mich noch im Auto, ob ich mich nicht bei der Anstoßzeit vertan hatte. Das war nicht der Fall und es stellte sich heraus, dass es die Zweitvertretung war, die sich auf Kreisebene mit der Reserve aus Dassendorf duellierte. Die Oberliga-Elf startete planmäßig wenig später in die Partie gegen die abstiegsgefährdete Truppe von Türkiye Wilhelmsburg. Ich hatte mich auf der Gegengerade neben der Bank der Hausherren mit gutem Blick auf die stattliche Tribüne positioniert. Dabei sorgte der familiäre Umgang vor Ort dafür, dass mich etliche Spieler und Teile des Staffs zu meinen Stehnachbarn zählten und per Handschlag begrüßten.

Nun war ich also irgendwie ein Teil des SVCN und freute mich mit dem Team über den doch überraschend soliden Verlauf der ersten Halbzeit. Nachdem man die Partie vor einer Woche mit 0:7 verloren hatte, war der 1:2-Pausenstand sicherlich eine Steigerung. Bis zum zwischenzeitlichen und sehr sehenswerten per Direktabnahme erzielten 0:1-Rückstand (15.) waren die Hausherren sogar das engagiertere Team. Das 1:1 kam nach einem Freistoß, den Curslacks Schmidt per Nachschuss verwerten konnte. Mehr als ärgerlich das 1:2, dass sich Türkiyes Acheampong mit einem flotten Dribbling übers halbe Spielfeld durchaus verdient hatte. Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie zwar schnell, spannend und intensiv, aber ebenso fehlerbehaftet und ohne wirkliche Struktur. Dazu kam eine fragwürdige Leistung der unsicheren Schiedsrichterassistenten, die Abseitsstellungen eher würfelten als fundiert bewerteten und die beiden Trainer in den Wahnsinn trieben. Am schlussendlichen 1:4-Endstand war jedoch niemand anderes Schuld als die Heimelf selbst, die sich insbesondere in der Defensive selten auf Oberliga-Niveau präsentierte.