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Wappen FC Schaffhausen FC
SCHAFFHS
.
1:2
(1:1)
FC
BULLE
Wappen FC Bulle
 
  Tore:  
  0:1 Giordano (8.)
1:1 Hanke (11.)  
  1:2 Raherinaivo (84.)
 
Samstag, 11. April 2026 15:30 Uhr
FCS Arena 637
Schaffhausen, Schaffhausen, CH Auto - 55 km ab Zürich
Promotion League (CH III) 26. Spieltag
17 Euro - Sitzplatz Kurve 12° C - bewölkt
--- alkoholfreies Bier (Falken) 0,3l - 5,50 Euro
 
 
 
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Mitte April und damit nur eine Woche nach unserem Osterausflug nach Nordfrankreich, ging es für Alex, Lynn, meine Mutter und mich in Richtung Süden. Ziel war die Schweiz oder genauer gesagt Zürich, wo ich am Sonntag meinen 17. Marathon laufen würde. Der Lauftermin bedeutete auch, dass der Samstag als Vortag ohne große Sightseeing-Aktivitäten und die damit verbundenen Kilometer gefüllt werden musste. Somit wurde ich natürlich im Spielplan der Schweizer Ligen tätig und suchte nach einer guten Lösung mit einer netten Partie für mich in einer attraktiven Stadt. Glücklicherweise wurde ich schnell fündig und plante einen gemeinsamen Ausflug nach Schaffhausen. Wir erreichten die nördlichste Stadt des Landes nach einer halbstündigen Fahrt, kurz unterbrochen von einer Mittagspause in einem libanesischen Restaurant auf deutschem Boden. Zurück in der Schweiz führte uns unser erster Weg bei bestem Wetter zum überregional bekannten Rheinfall nahe Schaffhausen. Hier sahen wir den 23 Meter hohen Wasserfall des Flusses, an dem wir einige hundert Kilometer flussaufwärts leben. Ein spannendes und in Europa nahezu einzigartiges Schauspiel, das meine einzige touristische Attraktion in der auch ansonsten schönen Stadt sein sollte.

Direkt nach dem Besuch am Rheinfall setzte ich Alex, Lynn und meine Mutter nahe der schmucken Altstadt ab und fuhr weiter Richtung Norden. Dort bespielt der FC Schaffhausen als einer der ältesten Vereine des Landes in einem neun Jahre alten Neubau in einem Industriegebiet. Zwischen einem Baumarkt, einem Discounter und einem im Bau befindlichen Drogeriemarkt sticht die FCS Arena nicht wirklich heraus. Mitnichten ein Qualitätsmerkmal. Charakteristisch ist die Mantelnutzung mit Verkaufs-, Büro- und Gastronomieflächen. Der Ankermieter des Stadions ist nicht der FCS, sondern eine Möbelhauskette. Als wäre das nicht schon unromantisch genug, ist auch die jüngere Vereinsgeschichte wenig märchenhaft. Der frühere Erst- und langjährige Zweitligist stieg im Sommer in die bedeutungslose dritte Schweizer Liga ab. Natürlich waren auch in Schaffhausen Querelen rund ums Geld und stetige Eigentümerwechsel ausschlaggebend für oder mindestens begleitend zum Niedergang.

Ein direkter Wiederaufstieg war bereits früh kein Thema mehr und so kam es beim Spiel zwischen Schaffhausen und dem FC Bulle zu einem Duell im Niemandsland der dritten Liga. Immerhin sorgten gut einhundert aktive FCS-Fans für eine passable Stimmung im ansonsten trostlos leeren Stadion. Ich konnte meinen Sitzplatz in der FCS-Kurve entsprechend frei wählen und bewegte mich mit dem Schatten. Das Geschehen auf dem Kunstrasen konnte anfangs gut unterhalten. Den Beginn machten die Gäste, die glücklicherweise trotz ihres Namens nicht zum Brause-Konzern aus Fuschl am See gehören. Ein schöner und platzierter Schuss aus halbrechter Position fand seinen langen Weg in den Winkel des FCS-Tores (8.). Die Führung währte nur 3 Minuten, da die Hausherren umgehend ausgleichen konnten. Im zweiten Durchgang hatte Schaffhausens Keeper dann viel zu tun. In einem rumpeligen Spiel war er einer der wenigen Lichtblicke und konnte trotzdem in der 84. Spielminute den entscheidenden Treffer zum 1:2 nicht verhindern. Eine wirkliche Hilfe war seine Defensive aber auch bei diesem Gegentor nicht. Irgendwie war meine Gefühlslage nach dem Besuch beim FCS unklar. Ich sah einen Verein in einem für diese Spielklasse viel zu großen Stadion, mit einer treuen und motivierten Anhängerschaft und einer Mannschaft, die in Deutschland wohl selbst in der Oberliga Probleme bekommen könnte.