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Wappen SC Rot-Weiß Maaslingen 1947 SC RW
MAASLINGEN
5:2
(3:0)
SPVGG
VREDEN
Wappen SpVgg. Vreden 1921
 
  Tore:  
1:0 Bornemann (18.)  
2:0 Hofrath (25.)  
3:0 Franzmeier (45.)  
  3:1 Risthaus (50.)
  3:2 Ostenkötter (52.)
4:2 Aosman (75.)
5:2 Islamaj (80.)  
 
Sonntag, 23. August 2026 15:00 Uhr
Ösper-Sport-Park 350
Petershagen/Weser, NRW, DE Auto - 220 km bis DU-Walsum
Oberliga Westfalen (DE V) 3. Spieltag 2026/27
7 Euro 19° C - wolkig
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Oberliga-Grounds können ganz schön trostlos sein. In Nordrhein-Westfalen findet man am Mittel- und Niederrhein sowie in Westfalen viele schnöde Kunstrasenplätze ohne oder mit nur provisorischem Ausbau. Natürlich gibt es hier und da auch ein paar Perlen, die von der glorreichen Vergangenheit gefallener Clubs erzählen. Eine weitere Kategorie sind die weitläufigen Wiesen einiger Amateurvereine. So oder so müssen die Plätze alle gemacht werden. Daher lag es auf der Hand, dass Alex, Lynn und ich auf der sonntäglichen Rückfahrt aus Brandenburg die Gelegenheit nutzten, mit Rot-Weiß Maaslingen einen Oberliga-Aufsteiger auf dem Weg abzuhaken. Eine Anreise eigens aus Duisburg wäre auch ein ziemlich wilder Ritt gewesen. Maaslingen ist ein denkbar kleiner Ortsteil der Stadt Petershagen im äußersten Nordosten NRWs. Trotz der nur 428 Einwohner beheimatet das Dorf den größten und mit Abstand erfolgreichsten Fußballverein Petershagens. Wie ländlich es wurde, zeigte sich bereits bei der Parkplatzsituation. Die Autos wurden frei Schnauze und somit recht wild an der Hauptstraße abgestellt. Diese mussten im Übrigen auch die Mannschaften auf ihrem Weg vom Kabinentrakt zum Platz überqueren.

Trotz der auf den ersten Blick widrigen Umstände, sollte der Ground des RWM viele positive Marken setzen. Da wäre beispielsweise die Gastlichkeit. Das gegnerische Team aus Vreden wurde mit einer Grußbotschaft an der Kabine willkommen geheißen und für Lynn gabs am Einlass Sticker vom Maskottchen „Ösperix“. Der kleine Weser-Zufluss war auch namensgebend für die Anlage, den Spitznamen des Teams („Ösper Jungs“) und die Mantaplatte, die hier „Ösper Platte“ heißt. Der Sportplatz selbst war ein Paradebeispiel für liebevolle Gestaltung und Familienfreundlichkeit. Für Lynn gabs ein Klettergerüst mit Sandkasten, ein Trampolin und sogar eine Bücherecke. Für die Erwachsenen standen drei kleine Tribünen und mehrere überdachte Stehbereiche bereit. Ich könnte hierzu weitermachen, will aber zusammenfassen, dass sich hier wirklich jemand Gedanken gemacht hat und einen tollen stimmungsvollen Sportplatz auf die große Wiese gezaubert hat. Ich geriet von Beginn an ernsthaft ins Schwärmen.

Und da hatte die wilde Fahrt auf dem Rasen noch nicht mal angefangen. Maaslingen empfing die etablierte Elf aus dem Kreis Borken, die nach zwei Siegen aus zwei Spielen etwas überraschend als Klassenprimus anreiste. Statt der breiten Brust gab es schon früh den großen Frust. Maaslingen schenkte Vreden in der ersten Halbzeit stolze drei Dinger ein und sorgte für viele Spannungen im Mannschaftsgefüge der Gäste. Während das heimische Publikum bestens unterhalten jubelte, sprachen die Blicke beim amtierenden Tabellenführer Bände. Umso überraschender das andere Gesicht in Durchgang zwei. Nach einem frühen Doppelschlag der Gäste (50. und 52.) schien die Partie zu kippen. Ich glaubte aufgrund des viel beschworenen „Momentums“ an ein episches Comeback. Stattdessen machten die in schwarz spielenden Rot-Weißen in der Schlussviertelstunde alles klar und stellten den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Was soll ich sagen, hier und heute passte tatsächlich alles. Dementsprechend zufrieden, aber auch müde, ging es für uns auf die letzte Etappe zurück in Richtung Ruhrgebiet.