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Endlich nimmt die dringend notwendige
Regionalliga-Reform Form an und Fahrt auf. Meister müssen
aufsteigen! Die nächste Spielzeit könnte als Übergangs- oder
besser, als Qualifikations-Saison dienen, bevor ab 2028/29 aus
fünf Regionalliga-Staffeln vier werden. Die anstehende Reform
setzt mir zugleich einen zeitlichen Rahmen für mein großes
Projekt, die Regionalligen im deutschen Fußball - in heutiger
Form - zu komplettieren. Eine offene Baustelle entstand mit dem
Aufstieg des Eimsbütteler TV in die Regionalliga Nord. Welch ein
willkommener Anlass für einen Wochenend-Trip in die Freie und
Hansestadt Hamburg! Alex, Lynn und ich reisten über die Familie
in Zeven an und schlugen am Samstagvormittag in Hamburg auf. Die
beiden Frauen waren in Neumünster verabredeten und warfen mich
in Altona raus, wo ich mich mit Felix traf. Bei gewohnt guten
Gesprächen, die sich natürlich oft ums Thema Fußball drehten,
stimmten wir uns am Wasser mit leckerem Backfisch auf den Tag
ein. Unser weiterer Weg führte uns jedoch nicht ins Nahe
Eimsbüttel, sondern in den nordöstlichen Stadtteil Wandsbek.
Der 20.000 Mitglieder starke ETV und hier
im speziellen seine Fußballabteilung, ist derzeit heimatlos. Das
Stadion im Sportpark Eimsbüttel, das zwischenzeitlich die
HSV-Amateure beheimatete und deshalb von mir 2022 besucht werden
konnte, wurde abgerissen und wird gerade neu gebaut. Im
Sportpark Hinschenfelde in Wandsbek fand der ETV scheinbar ein
passendes Exil. Wir kämpften uns mit Bahn und Bus durch die
Stadt und erreichten das Gelände nach gut einer Stunde Fahrt.
Mit uns waren es vor allem andere Hopper, die sich den Besuch
der Partie zwischen Eimsbüttel und Phönix Lübeck gaben. Das
weitere Interesse war überschaubar und schraubte die
Zuschauerzahl auf nicht wirklich regionalligataugliche 238
Schaulustige „hoch“. Immerhin hatte man so viel Platz für sich,
konnte in Ruhe klönen und profitierte vom kurzen Weg zum
Bierstand. Dieser offerierte im Übrigen das regionale Pils von
Krombacher. Hust. Was soll man sagen, der Ground und die
Umstände vor Ort wären in vielen anderen Staffeln nicht tragbar
gewesen. Ähnlich wie beim HSC Hannover gab es nur Dixi-Klos,
kaum Ordnungskräfte und erst recht keinen erkennbaren
abgetrennten Gästeblock. Im Duell mit Phönix Lübeck brauchte man
diesen auch nicht, da sich die wenigen Gästefans gewohnt
friedlich unters Volk mischten.
Die Partie hatte zum Glück etwas mehr zu
bieten als der bescheidene Sportpark. Obwohl der ETV gar nicht
so schlecht in die neue Saison und Liga gestartet war,
offenbarten sich die Kräfteverhältnisse schnell. Die Gäste aus
Lübeck waren handlungsschneller und klarer in ihren Aktionen.
Trotzdem schraubte man vergleichsweise lange am ersten
Torerfolg, ehe Ousman Touray nach 32 Minuten zum 0:1 traf. Wenig
später bereitete der Torschütze den zweiten Treffer des Tages
vor, der sehenswert von Julius Kliti ins Tor gedroschen wurde.
Bis hierhin war der ETV mit nur zwei Gegentoren gut bedient.
„Man of the Match“ Touray machte nach einer Stunde mit dem
dritten Lübecker Tor alles klar. Völlig erschöpft und mit einem
stattlichen Arbeitsnachweis durfte der Doppeltorschütze nach 78
Minuten den Platz verlassen. Kurz zuvor hatte ETV-Joker Hoffmann
mit einem flachen Schuss aus der Distanz verkürzt. Es blieb beim
1:3 in einem immer unterhaltsamen Spiel. Wir hatten einen guten
und ab und an sogar sonnigen Nachmittag, der mich mit nur noch
neun offenen Regionalliga-Grounds ins weitere Rennen entließ.
Packen wir‘s an!
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