HeaderHerne
StartseiteÜberSpieleStadien
LandkartenTrophäenVerweiseImpressum

< 1307 SPIEL 1.308 1309 >
 
Wappen Regionaler SV Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf RSV
EINTRACHT
0:4
(0:3)
CHEMNITZER
FC
Wappen Chemnitzer FC 1966
 
  0:1 Slamar (13.)
  0:2 Baumgart (20.)
  0:3 Marx (22.)
  0:4 Fesser (82.)
 
Samstag, 26. September 2026 16:00 Uhr
Preussenstadion Malteserstraße 712
Berlin-Steglitz-Zehlend., Berlin, DE Auto - 100 km ab Bernau bei Berlin
Regionalliga Nordost (DE IV) 11. Spieltag 2026/27
9 Euro - Stehplatz 21° C - wolkig
Sucuk - 4 Euro 2x Bier (Warsteiner) 0,4l - 8 Euro
 
 
 
 
 
 
 

Alle Nase lang kommen die Verbände mit neuen, mehr oder weniger tollen, Ideen um die Ecke. Für die gerade erst gestartete Spielzeit 2026/27 bedeutete das, dass diese bereits Mitte September von einer dreiwöchigen Länderspielpause unterbrochen werden sollte. Immerhin kann man in der Zeit ohne Profi-Fußball seinen Fokus auf die Amateure richten. Alex, Lynn und ich verbrachten das erste Wochenende der Zwangspause in meiner brandenburgischen Heimat und somit in den Jagdgründen der Regionalliga Nordost. Es war wieder an der Zeit, meine Regionalliga-Mission voranzutreiben und eines der letzten beiden fehlenden Puzzleteile in der derzeit attraktivsten Viertliga-Staffel zu sammeln. Im Nordosten bleiben die vermeintlichen Aufsteiger zwar regelmäßig aufgrund der katastrophalen Aufstiegsspiel-Regelung kleben und doch ziehen die Spiele in den neuen Bundesländern (und Westberlin) im Quervergleich mit Abstand die meisten Zuschauer an. Bei der von mir für diesen sonnigen Samstag ausgewählten Partie, waren diesbezüglich jedoch keine Rekorde zu erwarten. Gemeinsam mit Mariano steuerte ich am frühen Nachmittag das Duell zwischen dem Liga-Neuling RSV Eintracht und dem ambitionierten Chemnitzer FC an. Immerhin erhofften wir uns vom Gast aus Sachsen einen heißen Tanz auf den Rängen und auf dem Rasen.

Die Hausherren aus Stahnsdorf verpassten es, ihre Anlage an der Heinrich-Zille-Straße pünktlich in einen regionalligatauglichen Zustand zu versetzen. So blieb nur die Möglichkeit des Exils, das man beim Ligakonkurrenten BFC Preussen in Berlin-Lankwitz fand. Als wir das Preussenstadion enterten, war der Gästeblock bereits gut gefüllt. Der Heimbereich umfasste die spärliche Haupttribüne mit Stehtraversen und einigen Sitzbänken sowie einen temporären Sitzplatzbereich mit einem Zeltdach auf Höhe der Eckfahne. Die Kurven und die Gegengerade waren leider nicht zugänglich. So stand und saß das Heimpublikum zumindest recht kompakt in der Nachmittagssonne. Während wir mit einem frischen Bier bewaffnet den ersten Minuten auf dem Rasen folgten, waren unsere Ohren etwas verdutzt. Der von uns erwartete ordentliche Support der Gäste entpuppte sich als ein himmelblauer Knabenchor, der nichts Erwähnenswertes in den Berliner Himmel singen Geschweige denn schmettern konnte. Ja, die Kurven sind kein Unterhaltungsprogramm für den einfachen Zuschauer und trotzdem sollte vom Mob eines ostdeutschen Traditionsclubs einfach mehr kommen.

Selbst bei den drei Chemnitzer Toren, die innerhalb von neun Minuten (13. bis 22.) fielen, konnte man keinen ernsthaften Jubel vernehmen. Pflichtaufgabe hin oder her, der CFC ist der derzeit stärkste Verfolger von Spitzenreiter Erfurt und sollte dieses Momentum auch im Block ausleben. Was solls, Mariano und ich erfreuten uns an etlichen abzuarbeitenden Gesprächsthemen, dem guten Wetter und dem immerhin gefälligen Spiel. Da die Partie nach einem Eckstoß, einer schönen Kombination und einer passgenauen Flanke von der Grundlinie früh entschieden war, schalteten die Gäste spätestens mit dem Wiederanpfiff in den Verwaltungs-Modus. Im zweiten Durchgang gab es immerhin einen weiteren CFC-Treffer, den RSV-Keeper Löffler mit einem fatalen Fehlpass mustergültig einleitete (82.). Während Mariano mit dem Chemnitzer Sieg und somit dem Erfolg eines direkten RWE-Konkurrenten haderte, erfreute ich mich an vier Treffern und einem Haken hinter einem weiteren Regionalliga Ground. So verbleiben je ein fehlendes Stadion im Nordosten (Chemnitz!), Norden und im Südwesten sowie fünf Lücken in der Bayern-Staffel.