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Wappen RAEC Mons RAEC
MONS
2:0
(0:0)
UNION
ROCHEFORT
Wappen Union Rochefortoise
 
  Tore:  
1:0 Mukandila (53.)  
2:0 Mukandila (78.)  
 
Mittwoch, 21. Oktober 2026 20:00 Uhr
Stade Charles Tondreau 1.500
Mons, Hennegau, BE zu Fuß - 2 km innerorts
1ste Nationale Amateurs FFA (BE III) 9. Spieltag 2026/27
10 Euro - Sitzplatz Kurve 9° C - wolkenlos
--- 2x Bier (Jupiler) 0,25l - 5 Euro
 
 
 
 
 
 
 

Rund um das letzte vollständige Wochenende im Oktober hatten wir uns ganz schön was vorgenommen. Der Anker unseres Trips war das erste Spiel der NFL-Geschichte in Paris am Sonntagnachmittag. Alex, Lynn und ich starteten unsere Reise jedoch bereits am Mittwoch, um ein paar Urlaubstage abzubummeln und die Fahrtstrecke elegant zu halbieren. Die Hauptstadt des Hennegaus, Mons, lag für dieses Unterfangen perfekt in der Mitte der Route. Also bezogen wir hier, unweit der französischen Grenze für zwei Nächte unser Quartier. Zuvor streuten wir einen kleinen Schwenker in den schönen Zoo von Maubeuge ein, wo Giraffen, Elefanten und Tiger Lynn strahlen ließen. Später in Mons, machten wir uns kurz mit der Innenstadt rund um den Grand Place vertraut, ehe eine weitere Annehmlichkeit des Aufenthalts zum Tragen kam. Es war nämlich nicht nur die Lage, sondern auch der Spielkalender des frankophonen Verbands FFA, der uns nicht an der Stadt auf dem Berg vorbeikommen ließ. Bereits an unserem ersten Abend empfing der RAEC Mons die Konkurrenz aus Rochefort im Stade Charles Tondreau.

Ich konnte mich von unserer Unterkunft aus zu Fuß auf den Weg zum Spiel machen. Von Fotos wusste ich natürlich bereits, was für eine tolle Hütte mich erwarten würde. Was Stadien angeht, liefert die Wallonie tatsächlich recht zuverlässig. In Mons sah man dem Ground nicht nur seine mehr als hundertjährige Geschichte an. Die schiere Größe der Spielstätte zeugte ebenso vom einst so stolzen Klub mit der Stammnummer 44, der nach Insolvenz und Neugründung mit leicht verändertem Namen (Renaissance statt Royal) im Jahr 2015, jetzt nur noch – aber immerhin – drittklassig kickt. Im vergangenen Sommer verpasste man sogar knapp den Aufstieg in die Challenger League. Einen großen Erfolg erzielte man trotzdem und konnte sich kurz nach der verpassten sportlichen Chance die alte Stammnummer zurückholen. Die bisherige Saison verlief jedoch ernüchternd und kostete Erfolgscoach Boateng nach dem von mir besuchten Spiel in Lüttich Anfang des Monats den Job. Gegen die starken Gäste aus den Ardennen wollte man sich heuet wieder in der Tabellenspitze etablieren.

Ich fand meinen Platz auf der Tribüne hinter dem Tor, die gemeinsam mit der Haupttribüne eine bauliche Einheit bildet. Der Rest des Stadions war mal wieder herrlich zusammengewürfelt und ordentlich in die Jahre gekommen. Die respektable Anhängerschaft verfolgte das Spiel zu meiner Rechten, ohne sich jedoch ernsthaft akustisch in Szene zu setzen. So schön die Kulisse war, so schnell holte mich das Spiel auf den Boden der Tatsachen zurück. Auf dem derbe zerpflückten Geläuf kam kaum Sehenswertes zustande. Die Hausherren hatten mehr vom Spiel, die besseren Möglichkeiten hatten bis zur Pause jedoch die Gäste. Im zweiten Durchgang spielte Mons aufs von mir aus gesehen weiter entfernte Tor. Der Schuss von RAEC-Mittelstürmer Mukandila, der aus halbrechter Position zum 1:0 führte (53.), sah aus meiner Perspektive eher ungefährlich aus. Was solls, eben jener in Westerlo ausgebildete Angreifer erzielte auch das spielentscheidende 2:0, das ebenfalls über die rechte Seite eingeleitet wurde (78.). Somit präsentierte sich auch das Ergebnis versöhnlich in diesem grandiosen Ground.

Fotos Sightseeing