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SV
HUIZEN
1:3
(0:0)
HVV
HOLLANDIA
Wappen HVV Hollandia
 
  Tore:  
  0:1 Koster (60.)
1:1 Lamme (77.)  
  1:2 Margaritha (90.)
  1:3 Nelson (90.)
 
Samstag, 30. Mai 2026 18:00 Uhr
Sportpark De Wolfskamer 600
Huizen, Nordholland, NL Auto - 50 km ab Ermelo
Derde Divisie (NL IV) Halbfinale Relegation
8 Euro 23° C - sonnig
Loaded Fries - 6 Euro Bier (Heineken) 0,2l - 2,50 Euro
 
 
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Es kommt selten vor, aber diesen Samstag hatte der KNVB als zuständiger Verband gut getaktet. Am Nachmittag konnte ich das Playoff-Spiel in Ermelo um den Platz in der Tweede Divisie vollständig genießen und schaffte es trotzdem pünktlich zum nächsten Tanz. Dieser fand etwas weiter westlich im beschaulichen Huizen statt. Noch stellt die Gemeinde am Gooimeer einen Viertligisten in der Derde Divisie A. Als eine von drei Mannschaften auf den Plätzen 14 bis 16 mit genau 40 Punkten, muss man nun jedoch in den Playoffs ran, um seinen Platz in der Liga zu bestätigen. In der ersten von zwei Runden wartete mit der Hollandia aus Hoorn ein machbarer Gegner, der seinerseits aus der fünften in die vierte Liga aufsteigen will. Im Hinspiel am Mittwoch in Hoorn kam Huizen jedoch nicht über ein 2:2 hinaus und muss sich im Heim- und Rückspiel deutlich verbessern. In den Kommentaren aus dem SVH-Umfeld klang viel Enttäuschung über den Auftritt bei der Hollandia mit. Schließlich hatte man in der Schlussviertelstunde einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand gegeben.

Das entscheidende Spiel im Sportpark de Wolfskamer stieß dabei auf verhaltenes Interesse. Vielleicht war ich jedoch noch vom starken Zuspruch in Ermelo verwöhnt. In Huizen hatte ich plötzlich viel Platz, konnte meine Runde übers Gelände drehen und mich mit einer Portion Pommes getoppt mit Hähnchen versorgen, die besser aussah als sie schmeckte. In der noch immer recht kräftigen Abendsonne ging es für die Hausherren mit der außergewöhnlichen Wappen-Form und den Gästen aus West-Friesland mit etwas Verspätung los. Das Remis im Hinspiel begünstigte anfangs keinesfalls den Spielverlauf. Beide Teams starteten auffallend verhalten und wagten sich nur selten aus der Deckung. Ein Umstand den man leider in vielen dieser bedeutungsvollen Alles-oder-Nichts-Duelle beobachten kann. Ohne jegliche Höhepunkte auf beiden Seiten ging es nach etwas mehr als 45 Minuten endlich in die Halbzeitpause. Bis dato war die Trinkpause auf halber Strecke des ersten Durchgangs fast das Aufregendste.

Auch nach dem Wiederanpfiff war ich irritiert vom harmlosen Auftritt der favorisierten Gastgeber. Zudem war ich verwundert über das krasse Leistungsgefälle zwischen den Spitzenteams vom Nachmittag an der Schwelle zur Tweede Divisie und der Leistung des Kellerkinds der Derde Divisie. Da ging fußballerisch wirklich wenig und auch der Einsatz und die Emotionen wurden der Bedeutung des Spiels zu keiner Zeit gerecht. Auch wenn ich mir im Sinne einer zukünftigen Ligenkomplettierung einen Verbleib des SV Huizen in der vierten Liga wünschte, machte die HVV Hollandia das hier und heute deutlich besser. Auf Seiten der Gäste stimmte nicht nur der Einsatz. Auch der Ertrag passte, als man nach einer Stunde per Vollspann über den Torwart hinweg zur Führung traf. Hilfe, war das schlecht verteidigt von Huizen. Mit dem Führungstreffer wäre zu diesem Zeitpunkt der Gast fürs finale Spiel um die vierte Liga qualifiziert gewesen. Wirklich Gas gaben die gelb-grünen Hausherren trotzdem nicht. Es brauchte einen bösen Patzer des Hollandia-Keepers, der eine Ecke nicht klären konnte, sodass Huizens Lamme glücklich zum Ausgleich einköpfen konnte (77.). Nach dem zweiten Treffer des Tages passierte lange nichts, sodass ich mich bereits auf die Verlängerung einstellte. In der Nachspielzeit machte sich dann jedoch der nötige Biss des Underdogs bezahlt. Hollandias Margaritha zog ab und verwertete den Abpraller unter Riesenjubel zum Siegtreffer für die Gäste. Das 3:1 in der 99. Minute machte den verdienten Sieg perfekt.