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Wappen VfB Homberg 1889 VFB
HOMBERG
1:2
(1:0)
1. FC
KLEVE
Wappen SV Blau-Weiß Dingden 1920
 
  Tore:  
1:0 Bode (29.)  
  1:1 Ismanovski (53.)
  1:2 Ismanovski (55.)
 
Sonntag, 7. Juni 2026 15:30 Uhr
Stadion Rheindeichstraße 500
Duisburg, NRW, DE zu Fuß - 12 km ab DU-Walsum
Oberliga Niederrhein (DE V) 34. Spieltag
8 Euro 18° C - wolkig
3x Muffin - 3 Euro 2x Wasser + Cola je 0,3l - 6,50 Euro
 
 
 
 
 
 
 

Wenn nichts Wildes mehr passiert, wird die Partie zwischen dem VfB Homberg und dem 1. FC Kleve meinen Saisonabschluss markieren. Obwohl nicht sonderlich klangvoll und auch ohne neuen Ground für mich, hatte es dieses Duell durchaus in sich. Beide Mannschaften gingen auf einem Abstiegsplatz in die Partie des letzten Spieltags und mussten nicht nur selbst gewinnen, um die Klasse zu halten, sondern auch auf das Versagen der Konkurrenz hoffen. Doch dazu später mehr. Ich wollte auch dem Drumherum einen würdigen Rahmen geben und entschied mich dazu, die Strecke von Walsum nach Homberg (und zurück) per pedes zu absolvieren. In 50 Minuten huschte ich vorbei am altehrwürdigen Schwelgernstadion, dem thyssenkrupp-Gelände und über den Rhein zum VfB-Stadion an der Rheindeichstraße. Auch wenn das Wetter wenig sommerlich daherkam, machten die knapp zwölf Kilometer Laune und die Erfrischung nach der Ankunft am Ground schmeckte etwas besser als sonst. So oder so war es gut, dass ich nicht mit dem Auto angereist bin. So sehr ich das Stadion des VfB auch mag, so abenteuerlich ist die Parkplatzsituation bei gutbesuchten Spielen.

500 zahlende Zuschauer sind ein stolzer Wert für eine Oberliga-Partie. Grob geschätzt waren wohl 200 Anhänger der Gäste unter den Besuchern. Immerhin konnten beide Truppen mit einem eigenen Sieg die Chance auf den Verbleib in der Oberliga wahren. Zusätzlich dazu, benötigte man jedoch auch Niederlagen der besser positionierten Klubs aus Essen-Frintrop, Meerbusch-Büderich und Monheim. Mit zwei Punkten mehr auf dem Konto, war die Ausgangslage bei den Gästen aus Kleve etwas aussichtsreicher. Ich beobachtete die Anfangsphase der spannungsgeladenen Begegnung vom Naturwall hinter dem Tor. Von dort aus sah und hörte ich eine halbwegs motivierte und aktive Anhängerschaft aus Kleve mit Fahnen und Vorsänger. Auf dem Rasen hatten die Hausherren jedoch etwas mehr vom Spiel. Die vielen Fehler im Spielaufbau auf beiden Seiten zeigten allerdings, warum man hier und heute zwei Kellerkinder der Liga in freier Wildbahn beobachten durfte. Nach etwas mehr als 25 gespielten Minuten machte ich mich auf den Weg hinter die Tribüne, um meine Energiespeicher am Kuchenbuffet aufzufüllen. Natürlich verpasste ich während meiner kurzen Abwesenheit das wohl schön herausgespielte 1:0 des VfB Homberg. Ein Klassiker.

Nicht nur in der Halbzeitpause, nein bereits im gesamten ersten Durchgang, glühten die Telefone der anwesenden Zuschauer. Diverse Liveticker versorgten die Anhänger beider Teams mit den Spielständen auf den anderen Plätzen. Aus Sicht der Akteure in Homberg zeichnete sich ein fatales Bild ab. Frintrop führte früh und deutlich gegen Dingden, Büderich hatte zur Halbzeit die Nase vorn im Duell mit Baumberg und Monheim war völlig überraschend gegen den Aufstiegsanwärter Ratingen obenauf. Für Homberg und Kleve bedeutete diese Konstellation nichts Gutes. Egal was man hier machen würde, man würde unter dem Strich bleiben. Während sich in der Ferne nichts zu Gunsten des VfB oder des 1. FC Kleve änderte, drehten die Gäste beim von mir besuchten Spiel mit einem Doppelschlag die Partie. Ismanovski schnürte binnen zwei Minuten (53. und 55.) einen Doppelpack. Besonders sehenswert präsentierte sich der Ausgleichstreffer. Der auch auf Schalke ausgebildete Spielmacher dribbelte sich durch des Gegners Hälfte, bog an der Strafraumkante umständlich ab und chippte den Ball über den Homberger Kicker. Genützt hat es nichts. Kleve (41 Punkte) und Homberg (36 Punkte) steigen in die Landesliga ab.