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Wappen SC Rheindorf Altach SCR
ALTACH
3:1
(1:1)
WSG
TIROL
Wappen WSG Tirol
 
  Tore:  
  0:1 Balic (13.)
1:1 Greil (19.)  
2:1 Massombo (56.)  
3:1 Greil (86.)  
 
Freitag, 7. August 2026 19:30 Uhr
Stadion Schnabelholz 5.029
Altach, Voralberg, AT zu Fuß - 2 km ab Götzis
Bundesliga (AT I) 2. Spieltag 2026/27
18 Euro - Stehplatz Kurve 21° C - wolkig
2x Rote - 10,40 Euro 2x Bier (Fohrenburger) 0,5l - 10,20 Euro
 
 
 
 
 
 
 

Unser Urlaub in Vorarlberg neigte sich langsam dem Ende zu. Auf die abschließenden Fußball- und Wandermomente im kleinen Liechtenstein folgte für mich am Freitagabend ein Spiel in der „großen“ österreichischen Bundesliga. Nach Lustenau musste mit Altach schließlich auch der zweite und andere Erstligist des westlichsten Bundeslands dran glauben. Ich saß mit Alex und Lynn noch bis 45 Minuten vor Anpfiff auf der Terrasse unserer Ferienwohnung und machte mich denkbar knapp auf dem Weg zu Fuß zum Stadion Schnabelholz. Den Pfad entlang eines kleinen Wasserlaufes hatten wir bereits an unserem ersten Urlaubstag „getestet“. Das Stadion selbst hatten wir etliche Mal gesehen, da dieses direkt an unserer Autobahnausfahrt liegt. Somit war ich bei meiner Ankunft nicht völlig von den Socken und begab mich direkt in meinen Block. Vielleicht war es aber nicht nur die vermeintliche Routine, sondern auch die wenig attraktive Paarung, in einem nicht wirklich berauschenden Ground. Altach ist ein Dorfverein und löst mit seiner Bundesligapräsenz bei den großen Fischen aus Wien oder Graz sicherlich keine Jubelstürme aus.

Ähnliches lässt sich über die Gäste aus Wattens sagen. Allein quantitativ vollendeten die Tiroler ein wahnwitziges Zahlenwerk rund um die Partie. Altach mit 7.000 Einwohnern empfing Wattens mit 8.000 Einwohnern in einem Stadion für etwas mehr als 8.000 Zuschauer. Dimensionen, die mich vermuten ließen, dass ich – RB Salzburg bewusst ausgeklammert – beim Bodensatz des österreichischen Erstligafußball angekommen war. Diese vielleicht gemeine These bewahrheitete sich jedoch beim Blick in die Kurven. Da ging auf beiden Seiten wirklich wenig. Gut für mich, dass zumindest das lokale Fohrenburger Bier und vor allem die rote Bratwurst mit scharfem Mostrich über den Maßen ablieferten. Schon bei meinem letzten Bissen vermisste ich die grandiose Wursttradition in den südlichen Gefilden. 

Der zweite Spieltag der neuen Bundesliga-Saison sollte für beide Teams eine Standortbestimmung sein. Zwei Gegner auf Augenhöhe in einer Liga, die endlich nicht mehr vom räudigen Produkt aus Salzburg bzw. Fuschl am See dominiert wird. Dabei starteten die Gäste besser in die Partie, erarbeiteten sich die ersten Möglichkeiten und gingen nach einem Einwurf bereits in der 13. Minute in Führung. Lange glitzerte diese nicht für das Team aus der Kristallstadt in Tirol. Bereits sechs Minuten später spielten die Hausherren gekonnt und schnell nach vorne und glichen in dieser Situation nahezu ohne Gegenwehr aus. Links von mir jubelte der spärlich besetzte Sitz- und Stehplatzbereich im Norden des Stadions - rechts von mir verstummte der überschaubare Gästeanhang. Im zweiten Durchgang passierte viel auf der von mir weit entfernten Seite des Spielfelds. Die Heimelf drehte gute zehn Minuten nach Wiederanpfiff durch einen schönen Flachschuss von Massombo die Partie. Während ich mich an meiner zweiten Runde Bier und Wurst erfreute, blieb das Spiel spannend. Dazu trugen ein zurückgenommener Elfmeter für Wattens und das entscheidende 3:1 (86.) bei. Ein wenig spektakulärer, aber durchaus würdiger Abschluss für einen ereignisreichen und schönen Urlaub in Österreichs wildem Westen.