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logo_schalke FC
SCHALKE 04
0:1
(0:1)
FSV
MAINZ 05
Wappen 1. FSV Mainz 05
 
  Tore:  
  0:1 Tietz (24.)
 
Samstag, 17. Oktober 2026 15:30 Uhr
Veltins-Arena 62.250
Gelsenkirchen, NRW, DE Fahrrad - 35 km ab DU-Walsum
1. Bundesliga (DE I) 6. Spieltag 2026/27
12 Euro - Stehplatz Kurve (Dauerkarte) 13° C - wolkig
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Mainz. Kaum eine Stadt und kaum ein Verein triggern mich so sehr. Da ist diese bedeutungslose und irgendwie auch überflüssige selbsternannte Karnevalshochburg mit Weinfetisch am Rhein. Und da wäre auch noch ihr Fußballverein, der noch nie etwas Gutes hervorbrachte. Klopp, Tuchel und natürlich auch Heidel. Mir wird übel. Der FSV Mainz 05 bildet zudem gemeinsam mit dem FC Augsburg ein Duo, das es seit Jahren schafft in der Bundesliga zu existieren. Ohne, dass jemand auch nur eine Träne verdrücken würde, sollte es für Klub, Fans und Stadion endlich eine oder mehrere Etagen nach unten gehen. Doch stattdessen spielen beide Vereine alle Nase lang europäisch. In dieser Saison muss sich der S04 wieder mit ihnen messen. Bei aller Abneigung muss man zumindest sportlich irgendwie den Hut ziehen und seine Lehren daraus ziehen, was beispielsweise Mainz 05 besser macht als andere, größere und traditionsreichere Clubs, die seit Jahren nicht wirklich Fuß fassen können. Für mich bleiben die Meenzer trotzdem eine Mannschaft, die es zu schlagen gilt.

Rein sportlich legte ich vor. Da Alex mich nicht begleiten konnte, wählte ich auf mich allein gestellt die Anreise per Rad. Nach den ersten Kilometern mit ständigem Regen als Begleiter, bereute ich diese Wahl bereits. Als ich meinen Drahtesel vor dem Sport-Paradies abstellte, waren die Strapazen durchs nasskalte Wetter und die teils schwer passierbaren Wege an Emscher und Kanal jedoch vergessen. In der Kurve angekommen, folgten wenig später Kirsten, Andre und Flo. Wir waren gespannt, was Schalke nach zwei torlosen Remis daheim und der jüngsten ernüchternden 1:2-Niederlage in Überzahl in Freiburg zeigen würde. Die Anfangsphase verschlief man komplett und hatte Glück, dass Sheraldo Becker zweimal frei vor Karius an diesem scheiterte. Das konnte lustig werden. Auch wenn sich Königsblau fing, rannte man von Beginn an größtenteils hinterher. Die Gäste waren geordneter, präsenter und in ihrem Spiel deutlich reifer und zielstrebiger. Diese Überlegenheit mündete auf halber Strecke des ersten Durchgangs in der Mainzer Führung durch Tietz. Bis zur Pause hatte Schalke nicht einmal ernsthaft aufs Tor geschossen. In diesem stand zu allem Überfluss unser „Abstiegsheld“ Schwolow.

Die Mainzer Karnevalsprinzen im Gästeblock läuteten den zweiten Durchgang mit einer ansehnlichen Choreo ein und vernebelten dabei die Sicht in der Arena. Viel zu verpassen gab es weiterhin nicht. Immerhin gefiel mir unser eigener Auftritt auf den Rängen mit dem Rücken zur Wand deutlich besser als noch gegen Elversberg. Auch wenn wenig klappte, konnte man der Mannschaft einen gewissen Einsatz nicht absprechen. Nach den ersten Wechseln, bei denen unter anderem der blasse Dzeko durch Hwang ersetzt wurde, ging etwas mehr für die Heimelf. Zwanzig Minuten vor dem Abpfiff begann tatsächlich so etwas wie eine Schlussoffensive mit vereinzelten Chancen. Die Arena war bereit für den Ausgleich und hätte das Remis an diesem Samstagnachmittag sicherlich auch verdient gehabt. Leider wurde es nie zwingend genug und so kommt man denkbar schlecht mit zwei knappen Niederlagen aus der Länderspielpause und in den Herbst. Es ist eine Floskel und trotzdem wahr, wenn ich sage, dass man nun das Ruder rumreißen muss. Eine Negativspirale darf man sich als Aufsteiger nicht erlauben.