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Wappen FC Résidence Walferdange RESIDANCE
WALFER
3:3
(2:2)
US
RUMELANGE
Wappen US Rumelange
 
  Tore:  
1:0 Lopes (18.)  
  1:1 Diallo (24.)
  1:2 Diallo (27.)
2:2 Macedo (40.)  
  2:3 Irigoyen (75.)
3:3 Macedo (84.)  
 
Sonntag, 18. Oktober 2026 16:00 Uhr
Stade Prince Henri 220
Walferdingen, Luxemburg, LU Auto - 265 km ab DU-Walsum
National Division (LU I) 10. Spieltag 2026/27
10 Euro 9° C - bewölkt
Mettwurscht - 4 Euro Bier (Super Bock) 0,25l - 3 Euro
 
 
 
 
 
 

In der luxemburgische National Division gab es immer Sommer viel Bewegung. Neben den beiden direkten Absteigern Rodingen und Petingen, zogen Mamer und Canach in den Barrage-Spielen jeweils im Elfmeterschießen den Kürzeren. Im Gegenzug stiegen Wiltz und Ettelbrück sowie die beiden für mich neuen Teams aus Walferdingen und Rümelingen auf. Das Duell meiner beiden Unbekannten bot sich als Anlass also gerade zu an, dem liebsten Großherzogtum zum ersten Mal in der neuen Spielzeit einen Besuch abzustatten. Bei aller Vorfreude sind die Touren nach Luxemburg doch auch immer ein ziemlicher Ritt. Drei Stunden gurkte ich durchs Rheinland und die Eifel, bevor ich am Stade Prince Henri aufschlug. Walferdingen liegt etwas nördlich der Hauptstadt und mit dem Besuch des Stadions kann man zugleich einen Blick auf die größte Sehenswürdigkeit des Ortes werfen. Gegenüber des Grounds thront das Walferdinger Schloss, in dem im 19. Jahrhundert der niederländische Prinz Heinrich von Oranien-Nassau residierte. Heute bringt der König Fußball etwas Glanz in die Gemeinde. Der FC Residence ist tatsächlich zum ersten Mal in seiner über hundertjährigen Geschichte erstklassig.

Das Stadiongelände erwies sich auf den ersten als ziemlich weitläufig. Einen eigenen Eingang, geschweige denn eine Kasse konnte ich bei meiner Ankunft nicht vernehmen. Als ich die ersten Fotos vom Ground schoss, rief mich jedoch ein Mann mit einer Geldkassette zu sich und kassierte die für die Liga obligatorischen zehn Euro ab. Nun war ich also legitimiert den kleinen Ground ausgiebig zu erkunden. Das Highlight der Anlage ist sicherlich das weiße Zeltdach, das mit seinen zwei Spitzen zwischen der Spothalle und dem Rasenplatz emporragt. Dass die Strukturen noch nicht für den Verbleib im Oberhaus ausgelegt sind, zeigten auch die Mettwürschte, die zwar reichlich verfügbar waren, jedoch im Bockwurstwärmer zubereitet wurden. Somit musste also das Duell der beiden Aufsteiger für eine lohnende Tour sorgen. Die Partie präsentierte sich von Beginn an vielversprechend und hatte früh einen echten Paukenschlag parat.

In der 18. Minute richtete ich mein „Objektiv“ in Erwartung eines Eckballs der Hausherren auf den Strafraum der Gäste. So mache ich es häufig und doch bekomme ich selten einen erfolgreichen Seitfallzieher vor die Linse. Danke, Alex Lopes! Das grandiose Tor zur 1:0-Führung blieb jedoch nicht lange unbeantwortet. Rümelingen zeigte sich in Person von Jules Diallo treffsicher. Der Franzose drehte mit zwei perfekt getimten Kopfbällen die Partie im Alleingang (24. und 27.). Das Spiel wusste bisher zu gefallen und hatte noch mehr zu bieten. Fünf Minuten vor der Pause setzte sich Walfer-Kapitän Macedo mit vollem Körpereinsatz rechts im Sechzehner durch und schloss humorvoll ab. Nach unterhaltsamen 45 Minuten ging es mit einem leistungsgerechten 2:2 in die Pause. Mittlerweile hatte es der Jahreszeit entsprechend leicht zu regnen begonnen und die Begegnung benötigte ein wenig Zeit, um wieder auf die vorige Betriebstemperatur zu kommen. Ein unnachahmlicher Hammer der Gäste sorgte in der 75. Minute für Jubel unter den mitgereisten Fans und für eine wahrscheinlich noch immer vibrierende Querlatte. Hier half die Unterkante, zuvor war Rümelingen zwei Mal unglücklich am Aluminium gescheitert. Eine unnötige rote Karte der Gäste brachte die Partie wieder in die Waage, da Macedo abermals alles richtig machte und die Überzahl konsequent nutzte um den 3:3 Ausgleich zu erzielen (84.). Was für ein Schlagabtausch!