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Wappen Sportlust '46   SPORTLUST '46 0
       
  DE TREFFERS 1
Halbzeitstand 0:1
 
Do., 18.12.2025 - 20:00 Uhr
Tore:
  0:1 den Dekker (16.)
   
   
   
   
   
   
   
Sportpark Cromwijck, Woerden
1.500 Zuschauer
KNVB Beker (NL P)
2. Runde 25/26
 
 
Ticket: 10 Euro - E-Ticket - Stehplatz
Verpflegung: 9 Euro - 4x Sate-Spieße / 2,90 Euro - Bier 0,25l (Heineken)
 
 
 
 
 
 

Sportlust gegen De Treffers. Eine Paarung die ein wenig nach Fußball-Comic klingt. Tatsächlich war hier allerdings kein einfallsreicher Autor, sondern der niederländische Pokal am Werk. Die Auslosung zur 2. Runde - oder auch dem 16tel-Finale - bescherte dem KNVB-Beker genau dieses wohlklingende Duell zweier Amateurklubs. Im Jahresendspurt hatte ich ein letztes Mal die Spielpläne durchforstet und war über die Pokal-Begegnungen in der späten Adventszeit gestolpert. Zwischen den Möglichkeiten musste ich ein wenig abwägen und entschied mich für die Partie in Woerden, einer kleinen Stadt im Umland von Utrecht. Hier hat der Amateurverein Sportlust ’46 seine Heimat und kickt im Alltag sehr solide in der viertklassigen Derde Divisie. Als Siebter in der Tabelle wird man wohl den Sprung nach oben verpassen. Dafür gabs die Highlights im Pokal-Wettbewerb. Nachdem man zwei Vorrunden überstanden und in der ersten Runde den Drittligisten Barendrecht im Elfmeterschießen eliminiert hatte, wartete mit De Treffers aus Groesbeek der nächste Drittligist. Die Grenzstädter sind ihres Zeichens im Liga-Betrieb ebenfalls Siebter - allerdings eine Liga höher.

Ich kam zum Glück recht früh am Woerdener Sportpark Cromwijck an, ergatterte einen guten Parkplatz und konnte mich in Ruhe umsehen. Wobei, das mit der Ruhe war so eine Sache. Bereits mit ordentlich Vorlauf stellte sich die Jugend der Stadt ordentlich einen rein und beschallte die Anlage mit ihrem Gegröle. Da war man froh, wenn man sich zwischendurch versorgen konnte, ehe es sich rund um den Platz immer weiter füllte. Kurz vor dem Anpfiff platzte der Sportpark aus allen Nähten. Die kleine Tribüne, die Terrasse des Vereinsheims und die Plätze hinter der Bande waren bis auf den letzten Meter gefüllt. Auch aus Groesbeek waren die Anhänger mit mehreren Bussen angereist. Zwischenzeitlich hatte ich vergessen, dass ein Achtelfinal-Einzug auch für die Gäste ein riesiger Erfolg sein würde. Für die nötige Stimmung sorgten eine Lichtshow und kleinere Pyro-Einlagen der beiden sehr jungen Fanlager. Man merkte die Spannung und die Aufregung bei allen Beteiligten und so war ich froh, als es mit etwas Verzögerung endlich losging.

Bei einer ersten Betrachtung des Geschehens auf dem Rasen, musste man sich dann etwas verwundert die Augen reiben. Die erste halbe Stunde gehörte zweifelsohne den klassentiefer spielenden Hausherren. De Treffers mussten sich beim Aluminium, ihrem Schnapper und allen anderen Mächten dieser Erde bedanken, dass man nicht bereits mit ein, zwei Treffern hinten lag. Ganz im Gegenteil, der einzige gescheite Angriff der Gäste bedeutete nach einer Viertelstunde sogar deren Führung. Diese feierte der links von mir postierte Anhang aus Groesbeek mit dem eigenen Torhüter, der wie ein Duracell-Hase vor den Fans herumsprang. Diese Partie hatte tatsächlich für beide Teams Endspiel-Charakter. Bei den zeitgleich stattfindenden Begegnungen zeichnete sich indes das Ausscheiden der verbleibenden Amateur-Teams ab. So sollte der Sieger in Woerden das letzte verbleibende Amateurteam im Pokal stellen und den damit verbundenen Titel der „blauen Ananas“ gewinnen. Ab der 30. Minute war das Spiel dann ein anderes. Die Gäste übernahmen nun die Kontrolle und die anfängliche Sturm-und-Drang-Phase von Sportlust war nur noch eine Erinnerung aus der Vergangenheit. Da die Führenden selbst wenig Initiative nach vorne zeigten, entwickelte sich die Partie zu einem echten „Scheiß Spiel“, wie es mein Nachbar aus Groesbeek treffend beschrieb. Trotzdem wird er nach 90 Minuten glücklich nach Hause gefahren sein.