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Wappen Hertha Berliner SC 1892 HERTHA
BSC
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FC
SCHALKE 04
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  Tore: Fehlazeige  
 
Samstag, 17. Januar 2026 20:30 Uhr
Olympiastadion 71.157
Berlin-Charlottenburg, Berlin, DE Bahn - 460 km ab DU-Walsum
2. Bundesliga (DE II) 18. Spieltag
39 Euro - Sitzplatz Gästeblock 2° C - Nebel
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Auch im neuen Jahr sollte das ungewohnt kalte Wetter meine Planungen massiv beeinflussen. So fiel das zweite Januar-Wochenende, das in den belgischen und niederländischen Amateurklassen als Spieltag dienen sollte, Schnee und Eis zum Opfer. Die Absagen Mitte Januar reichten bis in die Bundesliga, in der stolze drei Spiele teilweise kurzfristig ausfielen. Dieses Damoklesschwert schwebte zum Glück nicht über dem Schalker Rückrundenauftakt in Berlin. Fast schon traditionell sollte unser Gastspiel in der Hauptstadt bei feinstem Winterwetter und klirrender Kälte stattfinden. Als sei eine Partie im zugigen Olympiastadion nicht auch bei angenehmeren Bedingungen Strafe genug. Zuerst galt es jedoch, unsere kleine Reisegruppe am Samstagmorgen per ICE aus dem Ruhrpott gen Osten zu verfrachten. Die Bahnfahrt gestaltete sich auch aufgrund der anderen Schalker im Wagen 31 zu einem waren Fest und war entsprechend kurzweilig. Die Höhepunkte setzte unser Sitznachbar Julius, der das triste Interieur unter anderem mit einem elektrischen Kamin aufwertete. Vielleicht sollte man doch öfter mit der Bahn zu Auswärtsspielen reisen…

Bis zum Anpfiff um halb neun hatten wir noch viel Zeit, sodass ich mich von der restlichen Bahnbesatzung verabschiedete und weiter Richtung Osten zu Mariano fuhr. Gemeinsam ging es später zurück in Richtung Olympiastadion, wo sich unsere Gruppe wieder zusammenfand. Trotz unserer vergleichsweisen frühen Ankunft am Stadion, war die Einlasssituation bei der Hertha wieder eine Katastrophe. So dauerte es eine gute Stunde, ehe man endlich die Drehkreuze passieren konnte. Eigentlich war es nicht erst seit gestern klar, dass der Spitzenreiter wieder über 20.000 Fans mit in die Hauptstadt bringen würde. Da bleibt einem nur zu hoffen, dass man demnächst ein paar Spielzeiten Pause von „Auswärts bei der Hertha“ bekommt. Im Block angekommen, war das Gedränge vor den Stadiontoren jedoch bereits vergessen und die Vorfreude auf den Rückrundenauftakt übernahm. Daher würde ich jetzt gerne von einem echten Fußballfest mit guter Stimmung und einem bestenfalls souveränen Schalker Sieg im Spitzenspiel schreiben.

Stattdessen machte die Partie und vor allem das Drumherum als weiteres Kapitel im ewigen Buch „Polizeiwillkür rund um Fußballspiele“ Schlagzeilen. Weit vor dem Anpfiff hatte die Berliner Polizei die Hertha-Fans vor der Ostkurve schikaniert, provoziert und in der anschließenden Konfrontation mehr als zwei Dutzend Fußballfans teilweise schwer verletzt. Die von der Polizei Berlin dazu veröffentlichten Stellungnahmen darf man dabei getrost als frei erfunden abtun, da sich eben jeder Arm der Exekutive in den letzten Monaten immer wieder gewaltsuchend, radikal und abseits jeglicher moralischen Werte bewegte. Kai Wegners rechter Schlägertrupp scheint sein zweifelhaftes Engagement nun also auf den Fußballsport auszuweiten. Arme Hauptstadt. Folgerichtig blieben die aktiven Fans der Hertha dem Spiel fern und erhielten Unterstützung von Seiten der Schalker Szene, die ihrerseits auf jeglichen Support verzichtete. Natürlich sorgte die Solidarität mit den Berlinern bei einigen Schalkern für Unmut. Es ist erschreckend wie viele Stadiongänger meinten, die Ultras seien ihr persönliches Zirkuspferd, das unter allen Umständen für Stimmung sorgen muss. Vielleicht bedingten sich der ausbleibende Support und das schwache Spiel an diesem Abend. Der S04 rettete mit Ach und Krach - und einem unüberwindbaren Karius im Tor - das torlose Remis über die Zeit. Ein enttäuschender Auftakt ins neue Jahr. Es kann nur besser werden.