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Am 01.10.2016 markierte mein bisher erster
und einziger Besuch im niederländischen Veenendaal eine
Premiere. Die Partie zwischen GVVV und dem Koninklijke HFC war
damals mein erstes Spiel in der gerade neu geschaffenen
eingleisigen dritten Liga „Tweede Divisie“. Fast sechs Jahre
später vermeldete ich in der höchsten Amateurspielklasse unseres
Nachbarlands die seitdem aufrecht erhaltene Komplettierung. Nach
dem erneuten „Haken dran“ beim Aufsteiger HSV Hoek im
vergangenen September, begann ich die beiden vierten Ligen zu
beackern. Mein zehnter Derde Divisie-Ground seitdem, führte mich
nun wieder nach Veenendaal. Und so kommt natürlich auch mein
Spielbericht nicht ohne die Erwähnung der absurden räumlichen
Nähe der Stadien der GVVV und der DOVO aus. Nur von einem
gemeinsamen Parkplatz getrennt, teilt man sich das Areal des
Sportpark Panhuis im Westen der Stadt und somit auch die
üblichen sieben bis acht Großfelder.
Die von mir anvisierte Partie am letzten
Dienstagabend im März, resultierte aus einer Absage der Partie
zwischen DOVO und der USV Hercules Ende Januar. Für mich eine
willkommene Möglichkeit ohne großen Aufwand unter der Woche
aktiv zu werden. Umso schöner, dass der Club mit dem wunderschön
entschlüsselten und übersetzten Akronym „Von uns Freunden
gegründet“ Schaulustige mit kostenlosem Eintritt lockte. So
konnte man sich online ein gratis Ticket generieren, das am
Eingang jedoch nicht vorgezeigt werden musste. Bei meiner
Ankunft gut 30 Minuten vor Spielbeginn war auf dem DOVO-Gelände
noch denkbar wenig los, sodass ich froh war, als ich beide
Mannschaften beim Aufwärmen erblickte. Außerhalb des
Spielbetriebs wird am Stadion der rot-weißen kräftig gewerkelt
und so entstehen neben der Tribüne gerade zwei weitere
überdachte Bereiche.
Im Clubhaus auf der gegenüberliegenden
Seite sorgte ich indes für etwas Bewegung, als ich mich für den
auf einem Aushang des Fanshops angebotenen Wimpel interessierte.
Mit einer ordentlichen Portion Gelassenheit wurde der Schlüssel
für den Verkaufsstand gesucht und wenig später hatte ich mein
Andenken in der Hand. Dieses wird auch notwendig sein, da der
Ground wie auch das Spiel wenig erinnerungswürdiges zu bieten
hatten. Vielmehr war die Partie im Nachhinein betrachtet, was
ihren Ablauf anging, ein erschreckend ähnlicher Abklatsch zu
meinem Spielbesuch am vergangenen Sonntag in Todesfelde. In
einer weitestgehend zähen Partie vor nun knapp 300 Zuschauern
bestimmten die favorisierten Hausherren das Geschehen und kamen
im ersten Durchgang zu drei großen Möglichkeiten. Eine
Doppelchance wurde brillant vom Hercules-Keeper vereitelt, eine
Freistoßflanke landete an der Latte und auch eine technisch
saubere Direktabnahme fand ihren Meister im Schnapper der Gäste.
So besorgten zwei Treffer nach der Pause den verdienten und
souveränen Sieg der VV DOVO. Dafür reichte ein schneller Angriff
mit einem schön zurückgelegten Ball (51.) und ein Konter, bei
dem man zu zweit ohne Verteidiger aufs Hercules-Tor zulief und
den Schlussmann routiniert mit einem Querpass überwand (64.). So
viel von meinem zweiten Besuch in Veenendaal. Bis zum nächsten
Mal!
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