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  FC PORTO 3
   
logo_schalke   FC SCHALKE 04 1
Halbzeitstand 1:0
 
Mi., 28.11.2018 - 21:00 Uhr
Tore:
1:0 Militao (52.)  
2:0 Corona (55.)  
  2:1 Bentaleb (89.)
3:1 Marega (90.)  
   
   
   
   
Estadio Do Dragao, Porto
41.603 Zuschauer
Champions League (UCL)
Gruppenphase - 5. Spieltag 18/19
 
 
Ticket: 49 Euro - Vorverkauf -  Sitzplatz Gästeblock
Verpflegung: 2,50 Euro - Hot Dog
 
 
 

Es hätte mitunter schlechtere Lose für den S04 gegeben als die Champions League-Gruppe mit Lokomotive Moskau, Galatasaray Istanbul und dem FC Porto. Neben sportlich lösbaren Aufgaben hatten auch die Reiseziele ihren gewissen Reiz. So freuten Steven, Andre und ich uns auf die Reise nach Porto, die zugleich die Flucht in etwas wärmere Gefilde bedeuten sollte. Unsere erste Teilstrecke führte uns von Duisburg nach Amsterdam, wo es vor dem Weiterflug nach Lissabon und später nach Porto bereits das erste Six-Pack-Bier für mich gab. Leicht angeschossen verging die Zeit wahrlich wie im Flug und gegen Mitternacht saßen wir in unserem Uber zum Hotel. Die erste etwas unbequeme Nacht im Hotel war nach einem ausgiebigen Frühstück schnell vergessen, sodass wir mit frischer Kraft die zweitgrößte Stadt Portugals erkunden konnten. Vor dem Spiel am Abend konzentrierten wir uns auf die Gegend rund um den Kristallpalast (klingt deutlich spektakulärer als er ist) und die Promenade vor der Brücke Ponte Luis I. Auf unserem Weg entlang des Ufers des Douros begegneten uns etliche Schalker, die sich ebenfalls ihre ersten Eindrücke der schicken Hafenstadt machten. Insbesondere im Schatten der berühmten Fachwerk-Bogenbrücke waren die Kneipen bereits fest in königsblauer Hand.

Bei milden Temperaturen kam bereits früh Europapokalstimmung auf, der wir uns nach einer kurzen Mittagspause ebenfalls anschlossen. 6.000 Schalker bescherten den Wirten den Umsatz ihres Lebens und brachen gute vier Stunden vor Spielbeginn per Pedes Richtung U-Bahn-Station auf. Der Marsch konnte was und zog die Aufmerksamkeit der Stadtbewohner und Ladenbesitzer an allen Ecken und Enden auf sich. Am Drachenstadion erwartete uns nach einer kurzen Wartezeit eine recht lasche Einlasskontrolle ehe wir unsere Plätze im Oberrang der Gegengerade bezogen. Vor dem Anpfiff ergab sich durch das 19-Uhr-Spiel zwischen Lok Moskau und Galatasaray bereits eine recht angenehme Konstellation. Nach dem Sieg der Russen, waren sowohl Porto als auch unser S04 bereits für das Achtelfinale qualifiziert. Somit konnte man ohne Druck und mit einer offensiven Harakiri-Ausrichtung in das Duell mit dem amtierenden portugiesischen Meister gehen. Seit 2002 machen mit Benfica und dem FCP die beiden größten Vereine des Landes den Titel unter sich aus. Ich freute mich auf ein Spiel, in dem ich meine Knappen aufgrund der Erfahrungen aus dem Hinspiel leicht im Vorteil sah.

Das EM-Stadion von 2004 war fest in Schalker Hand, da im Heimbereich gute 10.000 Plätze leer blieben und somit selten Stimmung im Lager der Portugiesen aufkam. Warum Schalke scheinbar wenig zieht, offenbarte sich dann auf dem Rasen. Die von Tedesco wieder kräftig durchgewürfelte Mannschaft hatte scheinbar wenig Bock. Kein Selbstbewusstsein nach dem Nürnberg-Spiel, kein Offensiv-Harakiri, kein Wille den Gruppensieg zu holen. Stattdessen ließ einen die Körpersprache der Knappen erschaudern. Was in der ersten Halbzeit schon schwer zu ertragen war, passte spätestens im zweiten Durchgang auf keine Kuhhaut mehr. Im Fanblock wollte man nicht viel und hoffte zumindest auf einen Torschuss („Auf geht’s Schalke schießt AUFS Tor“). Mit einem Schalker Treffer rechnete man gar nicht mehr und war somit auf einen schmeichelhaften Elfmeter von Bentaleb angewiesen um zumindest ergebniskosmetische Schadensbegrenzung vorzunehmen. Stimmungstechnisch war das Kind jedoch in den Brunnen gefallen und die leidenschaftslose Mannschaft durfte sich so einiges anhören. Zu Recht.

Fotos Sightseeing

 
 
   
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