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  TSV STEINBACH II 2
   
Wappen SV Rot-Weiß Walldorf 1946   RW WALLDORF 4
Halbzeitstand 0:2
 
So., 16.03.2025 - 15:00 Uhr
Tore:
  0:1 Jaadar (35.)
  0:2 Fröls (39.)
  0:3 Jaadar (63.)
1:3 Theis (77.)  
2:3 Diede (90.)  
  2:4 Kruse (90.)
   
   
Sportplatz Steinbach, Haiger
90 Zuschauer
Hessenliga (DE V)
28. Spieltag 24/25
 
 
Ticket: 5 Euro - Tageskasse - Sitzplatz Haupttribüne
Verpflegung: 2,50 Euro - Pommes / 2,50 Euro - Bier 0,25l (Erzquell)
 
 
 
 
 

Während des Schuljahres besteht mein Job aus zahlreichen eintägigen Dienstreisen innerhalb der nordrhein-westfälischen Landesgrenzen. Nur selten sind dabei Übernachtungen nötig und noch seltener kann man die Termine mit dem Besuch eines Fußballspiels verbinden. Im Vorfeld einer Tagung im Rhein-Main-Gebiet reisten Alex, Lynn und ich Mitte Februar bereits am Sonntag in Richtung Frankfurt, wo wir einige Anlaufpunkte zum Besuchen und Übernachten haben. Um die Fahrtzeit zu splitten und mir einen Spielbesuch zu ermöglichen, führte unsere Route mit einem kleinen Umweg über die Kleinstadt Haiger an der A45. Hier tritt der etablierte Regionalligist TSV Steinbach seit dieser Spielzeit mit einer Reserve-Mannschaft in der fünftklassigen Hessenliga an. Dass die Zweitvertretung nur eine Liga unter der ersten Mannschaft kickt ist ziemlich selten und im Falle des TSV wohl auch nicht von Dauer. Bereits jetzt steht der direkte Abstieg der Steinbacher Reserve nämlich so gut wie fest. Unter der Woche verkündete der Club daher, dass man sich im Sommer vom Übungsleiter der Zwoten trennen werde.

Ausgerechnet in dieser aussichtslosen und wenig erfreulichen Zeit, gastierte mit Rot-Weiss Walldorf ein Spitzenteam der Hessenliga im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis. Im engen Rennen um die Pole-Position mischen die Kicker aus der Flughafen-Gemeinde Mörfelden-Walldorf kräftig mit und gingen an diesem kalten, aber sonnigen Sonntagnachmittag als haushoher Favorit ins Rennen. Die Anreise mit dem Mannschaftsbus des Drittligisten Wehen Wiesbaden schien die eigenen Ansprüche zu untermauern. Das mächtige Gefährt thronte unübersehbar über einer Ecke des Spielfeldes. Der Steinbacher Sportplatz liegt in einer hügeligen bis bergigen Gegend, die der Jahreszeit entsprechend, jedoch noch recht karg aussah. Die nur knapp 100 Zuschauer versammelten sich außerhalb des tiefergelegenen Kunstrasenplatzes auf Höhe des Vereinsheimes und eines kleinen überdachten Bereichs im Stile einer Carport-Konstruktion. Der Ground lebte eindeutig vom Panorama und nicht von seiner Ausstattung und Infrastruktur. Positiv zu erwähnen sind der lockere Einlass, der den Eintrittspreis hemdsärmelig abrundete und das spartanische, aber leckere Catering, bei dem vor allem die krossen Pommes überzeugen konnten.

Wir zogen die Bremsen vom Kinderwagen fest an und postierten uns auf einer der Sitzbänke entlang der Geraden. Die Sonne im Nacken entschädigte hier für die durch die Beleuchtungsanlage beeinträchtigte Sicht auf eines der Tore. Ausgerechnet vor diesem Kasten spielte ein Großteil der Musik. Standesgemäß gelangen den Gästen im ersten Durchgang immerhin zwei Treffer. Trotzdem haderte Coach Artur Lemm mit seiner Truppe, die sich unerwartet schwertat und defensiv alles andere als sicher agierte. So kam der TSV zu einigen Chancen, die man gut und gerne auch hätte verwerten können. Alex und Lynn nutzten den zweiten Durchgang für einen ausgiebigen Spaziergang, während ich miterleben durfte, wie die Walldorfer die Partie unnötig spannend gestalteten. Der dritte Treffer der Rot-Weißen in der 63. Minute brachte nämlich noch nicht die Entscheidung. Steinbachs Reserve verkürzte erst (77.) und erzielte in der langen Nachspielzeit sogar noch den Ausgleich. Hinten nun recht offen, fing sich die Heimelf in der 94. Minute jedoch noch das 2:4. Ohne wirklich zu überzeugen, sprang Walldorf dank eines Patzers der Konkurrenz aus Fernwald mit dem Sieg in Haiger vorübergehend an die Spitze der Hessenliga.