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SC STAAKEN 2
 
CFC HERTHA 06 0
Halbzeitstand 0:0
 
So., 11.02.2018 - 14:00 Uhr
Tore:
1:0 Voigt (83.)  
2:0 Schulz (90.)  
   
   
   
   
   
   
Sportpark Staaken, Berlin
72 Zuschauer
NOFV-Oberliga Nord (DE V)
19. Spieltag 17/18
 
 
 
Ticket: 5 Euro - Tageskasse - Stehplatz
Stadionheft: kostenlos
Verpflegung: 2,50 Euro - Rostbratwurst / 5,20 Euro - 2x Bier 0,4 l (Schultheiss)
 
 
 
 
 
 

Der Berliner Profifußball legte mit den Siegen von Hertha und Union ein lupenreines 6-Punkte-Wochenende hin. Nach der Winterpause ging es zudem auf einigen Amateurplätzen wieder zur Sache. So auch in der NOFV-Oberliga Nord, wo sich mit dem SC Staaken und CFC Hertha 06 zwei Nachbarn duellierten. Zwischen der Heimat der Staakener direkt am Regionalbahnhof und dem Sportplatz Sömmeringstraße liegen nur 12 Kilometer Fahrstrecke. Man konnte beim Spiel zwischen dem Mittelfeldteam SCS und den abstiegsbedrohten Charlottenburgern also durchaus von einem Derby sprechen. Es war jedoch nicht unbedingt die Hoffnung auf eine offen ausgelebte Rivalität beider Clubs, die Stev und mich für dieses Spiel planen ließ. Es gab schlichtweg nicht viele Alternativen im Großraum Berlin. Somit trafen wir uns schlussendlich sogar zu fünft am Bahnhof Staaken und verschafften uns bei schmuddeligem Wetter für einen schmalen Taler Einlass zum „Sportpark Staaken“. Das Gelände besteht aus zwei Kunstrasenplätzen, von denen einer mit einer spärlichen Sitzreihe sogar einen kleinen Ausbau vorweisen konnte.

Wir interessierten uns jedoch vorerst für die angrenzende Vereinskneipe. Hier war es warm, das Bier schmeckte gut und im Fernsehen bejubelte der deutsche Biathlet Arndt Peiffer seine olympische Goldmedaille. Zu diesem Zeitpunkt war das erschreckend aktuelle Stadionheft, das die beiden deutschen Olympiatitel vom Vortag thematisierte, plötzlich nicht mehr auf dem Laufenden. Wir tauschten hingegen die neuesten Anekdoten unserer letzten Reisen aus und hatten mal wieder einiges zu berichten. Kurz vor dem Anpfiff verließen wir das Lokal und positionierten uns auf Höhe der Mittellinie. Der Aufsteiger aus Staaken wollte heute Revanche für die 1:3-Auswärtsniederlage im Hinspiel üben. Leider fehlten dem Spiel jedoch insgesamt der Biss und die entscheidenden Momente, die im Endeffekt für Tore sorgen. Somit blieb ein Werbebanner neben einem Tor das spannendste Ereignis der ersten 45 Minuten. Dietmar Hoyzer, der Onkel von Deutschlands bekanntesten Referee Robert Hoyzer, bewirbt beim SC Staaken sein Tiefbau-Unternehmen. Hoffen wir, dass es zumindest dort mit rechten Dingen zugeht. Bagger lassen sich schließlich auch schmieren.

Was wir dann nach einem kurzen aber wärmenden Pausenstopp im Vereinslokal zu sehen bekamen, weckte in uns keine größeren Verdachtsmomente. Das Wetter wie auch das Spiel tröpfelten weiter so vor sich hin. Immerhin hatten wir Bratwurst und Bier. Zumindest zwischen den Strafräumen gab es hier und da sogar ein paar brenzlige Situationen, die einige Gemüter erhitzten. Mit der Zeit gab jedoch auch der türkische CFC-Papa auf, jede Aktion seines Teams körperlich nachzuempfinden. Frustrierend nahmen wir zudem zur Kenntnis, wie mehrere Zuschauer es trotz guter Gelegenheiten gar nicht erst versuchten, das ins Aus fliegende Spielgerät zurück zu köpfen. Hierbei tat sich vor allem ein junger Liebeskasper hervor, der den Ball vor den Augen seiner Liebsten leicht von sich wegschubste.  Die Schlussviertelstunde ließ uns dann jedoch etwas hoffen, dass wir hier nicht mit einem torlosen Remis den Heimweg antreten müssen. Die Erlösung brachte uns ein unkonventionell durch die Mauer aufs Tor gedroschener Freistoß von Steffen Voigt (83.). Hier konnte selbst ich verstehen, dass da kein Verteidiger seinen Kopf reinhalten wollte. Ein schöner Führungstreffer. Mit der letzten Aktion erhöhten die Hausherren durch einen Schlenzer aus gut 25 Metern auf 2:0. Somit fand das Spiel einen verdienten Sieger und wir dank der Treffer unseren Seelenfrieden.

 
 
   
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