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  VFV 06 HILDESHEIM 2
     
logo_btsv   E. BRAUNSCHWEIG II 0
Halbzeitstand 1:0
 
So., 08.04.2018 - 15:00 Uhr
Tore:
1:0 Ibekwe (42.)  
2:0 Sonntag (90.)  
   
   
   
   
   
   
Friedrich-Ebert-Stadion, Hildesheim
610 Zuschauer
Regionalliga Nord (DE IV)
29. Spieltag 17/18
 
 
 
Ticket: 7 Euro - Tageskasse - Stehplatz
Stadionheft: kostenlos
Verpflegung: 3 Euro - Käsekrakauer / 2,50 Euro - Spezi 0,4 l (Coke)
 
 
 
 
 
 

In der ersten Aprildekade wurde Deutschland von einem rapiden Wetterwechsel heimgesucht. Aus Winter wurde schlagartig Sommer, aus Frost in der Nacht wurde Sonnenbrand in der Mittagssonne. Alex und mir sollte das recht sein, als wir am Samstagmorgen in Richtung Hannover aufbrachen. Im Filmtierpark Eschede lösten wir Alex‘ Geburtstagsgeschenk ein und ließen uns von scharfkralligen Waschbären zerkratzen. Mit entsprechenden Wunden an den Gliedmaßen, wie sie sonst nur bei frustrierten Teenagern zu finden sind, führte uns die nächste Station des Tages ins benachbarte Celle. Die nördlich von Hannover gelegene Stadt konnte uns auf Anhieb überzeugen und bot die Gelegenheit, einen schmackhaften halben Liter in der Abendsonne zu genießen. Auf der Fahrt zum Hotel im Messeviertel der Landeshauptstadt freute ich mich über eine entspannte Stunde auf dem mit Sky-Anschluss ausgestatteten Zimmer. Die Freude währte jedoch nur kurz, da Schalke das Abendspiel bestritt und mit einer lustlosen Leistung schon fast standesgemäß dem Bundesliga-Dino die drei Punkte im Abstiegskampf überließ. Von wegen Waschbären, beim Duell HSV gegen S04 grüßt jährlich das Murmeltier.

Nach dem ausgiebigen Hotelfrühstück starteten wir am noch sonnigeren Sonntagvormittag in Richtung Hildesheim. Da Alex die Domstadt noch nicht kannte und ich sie bei einigen Besuchen kennen und schätzen gelernt habe, war Hildesheim sicherlich eine bessere Wahl als die hippe Metropole Hannover. Celle und Hildesheim schenkten sich auf hohem Niveau in Sachen Schönheit nicht viel. Nach einem umfassenden Spaziergang durch die Stadt schmeckte das Weizen auf dem Marktplatz großartig. Am altehrwürdigen Hohnsensee entspannten wir, bis es an der Zeit war die wenigen Meter bis zum Friedrich-Ebert-Stadion in Angriff zu nehmen. Bei meinen Besuchen bei Bill hatte ich es zuvor nicht geschafft den schönen Oldschool-Ground im Rahmen einer Begegnung des VfV Borussia 06 Hildesheim abzuhaken. Heute bot sich beim Heimspiel gegen die U23 des BTSV Eintracht endlich die passende Gelegenheit. Sportlich versprach die Partie durchaus Spannung, da der VfV als Tabellenschlusslicht seinen letzten Trumpf ausspielte und im Saisonendspurt den Trainer wechselte. Die Zweitligamannschaft der Braunschweiger trat zeitgleich zu Hause gegen Dynamo Dresden an.

Der 8.000 Zuschauer fassende Ground begrüßte uns mit Sonne und familiärer Atmosphäre. Die Hildesheimer Regionalligatruppe ist trotz der sportlich schweren Lage ein Beispiel dafür, wie eine Fusion zweier Platzhirsche gut gelingen kann. Zumindest konnte ich als Außenstehender keine Abgrenzung zwischen den Stammvereinen VfV und Borussia 06 feststellen, wie man sie beispielsweise vom Fürther Kleeblatt kennt. Mit dem neuen Trainer schien vor stolzen 600 Zuschauern und einigen aktiven Halbstarken („Fanszene Hildesheim“) neues Leben durch die Adern der Heimelf zu fließen. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hatte Hildesheims Ibekwe das Glück des Tüchtigen und setzte sich zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt vor der Pause gegen den gegnerischen Keeper durch und erzielte das 1:0 (42.). Ibekwe wurde nach 68 Minuten durch Sonntag ersetzt. Der Eingewechselte machte nach einer verunglückten Kopfballabwehr des Braunschweiger Schlussmanns in der Nachspielzeit alles klar und traf gegen die aufgerückten Gäste zum 2:0-Endstand. Scheinbar gibt es neue Hoffnung für die Domstadtelf. Zum Schluss möchte ich eine Empfehlung für die Hildesheimer Käsekrakauer aussprechen. Sonne, Fußball, Bratwurst - ein toller Abschluss des ersten Sommer-Wochenendes des Jahres.

 
 
   
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