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logo_vfl_bochum VFL BOCHUM 3
     
logo_fck   1. FC K'LAUTERN 2
Halbzeitstand 2:1
 
Fr., 13.04.2018 - 18:30 Uhr
Tore:
  0:1 Altintop (7.)
1:1 Hintersser (18.)  
2:1 Osawa (ET, 27.)  
  2:2 Vucur (48.)
3:2 Stöger (81.)  
   
   
   
Ruhrstadion, Bochum
23.042 Zuschauer
2. Bundesliga (DE II)
30. Spieltag 17/18
 
 
 
Ticket: 30 Euro - VIP-Treff Nordtribüne - Sitzplatz Haupttribüne
Stadionheft: kostenlos
Verpflegung: kostenlos - Buffet
 
 
 
 
 
 

In den deutschen Profiligen geht es im Affenzahn auf die Schlussgerade der Spielzeit 2017/2018 zu. Die ersten Entscheidungen sind hier und da gefallen, andernorts ist noch vieles offen. Vor dem 30. Spieltag der 2. Bundesliga bot das Tableau vielerorts wenig Klarheit. Der Glubb und vor allem die Fortuna thronten lange Zeit mit sicherem Abstand zum Play-Off-Platz an der Tabellenspitze, ehe man sich dazu entschied, einige Spiele zu vergeigen und den Verfolgern somit neue Hoffnung zu schenken. Mittlerweile träumten sogar einige tollkühne Bochumer von den Aufstiegsrängen. Im Tabellenkeller verringert sich die Distanz der nahezu chancenlosen Teams aus Darmstadt und Kaiserslautern zum rettenden Ufer höchstens geringfügig. Währenddessen befindet sich das Tabellenmittelfeld in absoluter Schlagdistanz zum Relegationsplatz 16. Es brodelt im Unterhaus, in dem derzeit jeder Punkt gefühlt doppelt zählt. Somit hatte auch das Spiel zwischen Bochum und dem FCK seinen Reiz. Bochum könnte mit einem Sieg die Serie unter Neu-Trainer Dutt ausbauen und ernsthaft an Platz drei schnuppern. Ein Lauterer Sieg hätte für die Gastgeber keine großen Konsequenzen und würde den Roten Teufeln als letzter Strohhalm dienen.

Für mich war mein 16. Besuch im Bochumer Ruhrstadion ein besonderes Erlebnis. Dank Steven gab es für uns VIP-Tickets zum Schnäppchen-Preis. Um den Kartenpreis bestmöglich durch Bier und Wurst zu amortisieren, legten wir zwei Stunden vor dem Anpfiff im VIP-Raum los. Wir ließen es uns gut gehen und mein Tacho blieb vor dem Anpfiff bei fünf Bier und vier Currywurst stehen. Mit vollem Kopf und vollem Magen sowie zwei vollen Bechern ging es kurz vor Spielbeginn auf unsere weich gepolsterten Plätze. Wir konnten ein ungewohnt gut gefülltes Stadion sehen, welches sich auf Grund der aktuellen Stimmungslage über den andauernden Boykott der Ultras hinwegsetzte und das Team lautstark unterstützte. Man kann diese Entwicklung positiv sehen oder kritisch von Erfolgsfans sprechen. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. In der gegenüberliegenden Ecke freute ich mich über eine stolze Anzahl Gästefans, die den Pfälzer Traditionsclub trotz oder gerade wegen der misslichen Lage begleiteten. Wir hatten unseren Spaß, scherzten, sangen und sahen ein flottes Fußballspiel, das früh seine ersten Höhepunkte hatte.

Halil Altintop machte aus zwei frühen Chancen ein Tor und brachte die Gäste nach sieben Minuten überraschend in Führung. Die Freude über den Treffer der totgesagten Gäste erfasste auch mich und weilte trotzdem nur sehr kurz. Nach einem Hinterseer-Treffer (18.) hatte die Heimelf Glück, als Osawe nach 27 Minuten den Ball ins eigene Tor „klärte“. So läuft es eben wenn man unten drin steht. Drei Minuten nach der Pause glichen sich Glück und Pech wieder aus. Der Nebel einer stattlichen Lauterer Pyro-Aktion war grade verzogen, da konnte der VfL Vucurs Kopfball wohl erst hinter der Linie klären – 2:2. Die Stimmung im Stadion blieb gut und Steven und ich sangen unter Katrins kritischem Blick das ein oder andere Lied umgedichtet mit. Lustig wurde es, als links und rechts neben uns mehrere Jungs in unsere „Guido Burstaller“-Chöre einstiegen. Der österreichische Wunderstürmer im Dienste des S04 konnte das Spiel jedoch nicht entscheiden. Dafür war Stöger zuständig, der in einer guten und hart umkämpften Partie mit seinem 3:2 den Schlusspunkt setzte (81). Nach zwei weiteren Stunden an der Bar, dementsprechend vielen Fiege-Flaschen und guten Gesprächen mit einigen Gästefans, entfernte uns der Ordnungsdienst im letzten Schwung aus der Lounge. Ein toller Abend fand somit ein würdiges Ende.

 
 
   
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