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logo_wherne   WESTFALIA HERNE 1
     
logo_lippstadt   SV LIPPSTADT 08 1
Halbzeitstand 0:0
 
Do., 03.05.2018 - 18:45 Uhr
Tore:
  0:1 Kaldewey (53.)
1:1 Mützel (60.)  
   
   
   
   
   
   
Mondpalast Arena, Herne
263 Zuschauer
Oberliga Westfalen (DE V)
20. Spieltag 17/18
 
 
Ticket: 8 Euro - Tageskasse - Stehplatz Haupttribüne
Verpflegung: 4,50 Euro - Mantateller
 
 
 
 
 
 

Noch immer gibt es unter der Woche genügend Möglichkeiten, sich mit einer Nachholpartie aus dem Winter die Zeit zu vertreiben. Somit nehmen die Tabellen in vielen Amateurspielklassen erst jetzt Form an. Am 03.05. wurden zwei der fünf verbliebenen Aufstiegskandidaten der Oberliga Westfalen aktiv. Lippstadt trat auswärts bei Westfalia Herne an und der ASC Dortmund reiste am Mittwochabend nach Ennepetal. Da mich der Kunstrasenplatz am Bremenstadion nicht wirklich schockte, entschied ich mich für einen kurzen Abstecher ins benachbarte Herne. Auf dem Weg wurde mir erst wieder klar, wie nah Herne eigentlich ist. Die Westfalia spielte jedoch nicht im altehrwürdigen Stadion am Schloss Strünkede, welches derzeit umgebaut wird, sondern auf der Anlage des DSC Wanne-Eickel. Die „Mondpalast Arena“ kannte ich noch aus ihrer Zeit als Spielstätte der Schalker U23. Dementsprechend sicher war ich in der Anfahrt zum Sportpark und steuerte wenig später zielgerichtet auf den Wurststand zu. Zwei rüstige Rentner bedienten hier Grill und Fritteuse und zauberten mir die klassische Kombination aus Currywurst und Fritten. Das war doch schon mal ein guter Start. 

Als ich meinen Blick kurz von der Wurst wandte und mich umsah, fiel mir am Bierstand ein altbekanntes Gesicht auf. Zumindest dachte ich, in dem glatzköpfigen Mann am Bierstand Thorsten Legat erkannt zu haben. Als er jedoch von jedem zweiten Zuschauer nahezu kumpelhaft begrüßt wurde, kamen erste Zweifel in mir auf. Das war eher locker und entspannt als „Kasalla“. Generell laufen beim SCW derzeit recht viele fragwürdige Gestalten herum. Somit aß ich in sicherer Entfernung meine Mantaplatte und googlete mich zu der Erkenntnis, dass Legats Sohn Nico-Thorsten (sic!) für die Oberliga-Elf der Westfalia spielt. Unter den Augen des ehemaligen Bundesligaspielers, FC Reeeehmscheid-Trainers und Dschungelcampers betraten beide Teams den Rasen. Mit dem Anpfiff fand sich auch die Lippstädter Fanszene auf der Haupttribüne ein und bezog Stellung. Mit dem gewohnt guten Support samt der virtuosen Trommeln begleiteten die rot-schwarzen Jungs den Auftritt ihrer Mannschaft. Diese spielte wieder in gewöhnungsbedürftigen gelb-roten Trikots, die mich stark an eine fiktive Betriebssportgruppe von McDonalds erinnern. Im ersten Durchgang servierte Lippstadt den Zuschauern jedoch Schmalkost statt eines saftigen McRibs. Der Favoritenrolle wurde der Aufsteiger nicht wirklich gerecht.

Es war kein schlechtes Fußballspiel im Sportpark und trotzdem fehlten natürlich die Tore. Es ließ sich nicht sagen, wer den Türöffner an diesem milden Abend eher verdient hätte, sodass ich eine offene zweite Hälfte erwartete. Während ich einige Telefonate abwickelte, entwickelte sich die Partie jedoch so langsam zu Gunsten der Gäste. Das 0:1 durch Kaldewey, der eine Flanke per Kopf verwertete, war die Folge (53.). Scheinbar ist die Kombination „Kaldewey per Kopf“ so ungewöhnlich, dass sich etliche 08er beim Torjubel lachend und erstaunt an den Kopf fassten. In Folge des Gegentreffers wechselte der zweimalige Regionalliga-Torschützenkönig und heutige Westfalia-Trainer Knappmann doppelt. Unter anderem verließ der junge Legat nach einer unauffälligen Leistung den Platz. Als Legat Junior bereits in der Kabine verschwunden war, bekam sein Team durch einen Foulelfmeter die Chance zum Ausgleich. Diese nutzte Mützel souverän und stellte die Uhr nach 60 gespielten Minuten auf 1:1. Die aufopferungsvoll kämpfenden Hausherren trotzten der wütenden Schlussoffensive der Lippstädter und rettenden das Unentschieden mit Mann und Maus über die Zeit. Da die Konkurrenz aus Dortmund in Ennepetal patzte (2:4-Niederlage) kann der Spielverein nach dem ersten Ärger ganz gut mit dem Punktgewinn leben.

 
 
   
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