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Logo der SSVg Velbert   SSVG VELBERT 02 1
     
  VFR FISCHELN 1
Halbzeitstand 1:0
 
Do., 10.05.2018 - 15:00 Uhr
Tore:
1:0 Aydin (18.)  
  1:1 Norf (53.)
   
   
   
   
   
   
Stadion Zur Sonnenblume, Velbert
200 Zuschauer
Oberliga Niederrhein (DE V)
24. Spieltag 17/18
 
 
Ticket: 5 Euro - Tageskasse - Stehplatz
 
 
 
 
 
 

Nachdem einen am Vortag die Sonne den Pelz verbrannte, begrüßten mich am Vatertag dunkle Wolken über dem Wattenscheider Himmel. Nach einer ausgiebigen Laufrunde warteten zur Mittagszeit mein Fernseher und das U19-Halbfinale zwischen Hoffenheim und Schalke auf mich. Die Schalker A-Jugend zeigte eine beeindruckende Leistung und eröffnete den Fußballnachmittag mit einem 1:0-Sieg im Dietmar-Hopp-Stadion. Nach dem Abpfiff der Partie in Hoffenheim, setzte ich mich ins Auto und fuhr nach Velbert. Hier sollte um 15 Uhr eines von nur wenigen Spielen des Tages angepfiffen werden. Ich entschied mich recht stumpf und nur aufgrund der geringen Entfernung, für das Nachholspiel der Oberliga Niederrhein. Das Stadion Zur Sonnenblume besuchte ich nun bereits zum dritten Mal. Mittlerweile hat man den epischen Namen aufgegeben und spielt offiziell in der „Christopeit Sport Arena“. Jeder darf sich selbst aussuchen welcher Name identitätsstiftender und klangvoller ist. Heute war der VfR Fischeln aus Krefeld in der Stadt zwischen Essen, Wuppertal und Düsseldorf zu Gast. Der Gegner machte die Partie somit noch zu einem durchaus richtungsweisenden Spiel. Während die SSVg nach fünf Siegen am Stück im gesicherten Mittelfeld verweilt, befindet sich der VfR Fischeln in akuter Abstiegsgefahr. Je nachdem, wie viele Teams zum Saisonende absteigen müssen, sieht es für die Krefelder richtig düster aus.

So oder so wartete auf die Gäste bei der formstarken Sport- und Spielvereinigung eine Mammutaufgabe. Zum Spielbeginn ließ ich mich erstmals auf der Gegengerade, die bei meinen vorherigen Besuchen gegen Herne und Wattenscheid den Gästefans vorbehalten war, nieder. Da bei den Grün-weißen lediglich Freunde und Eltern der Spieler mitreisten, konnte man eine Vermischung der Anhänger locker in Kauf nehmen. Die Stimmung heizte sich während der Partie trotzdem immer wieder auf. Die Anfangsphase der Begegnung war jedoch vergleichsweise unspektakulär, weshalb ich mich recht früh auf den Weg zum Stadionimbiss machte. Hier hatten die Damen vom Grill jedoch jegliche Kontrolle und vor allem den Überblick verloren. Während man die Velberter Jugendspieler in mehreren Rutschen kostenneutral bediente, verbockte man die Versorgung der zahlenden Besucher vollends. Ich gab es auf und besah die Damen mit ein paar netten Worten, während ich mich auf meinen Salat zu Hause freute. Ich wollte mich sowieso gesünder ernähren. Auf meinem Weg zurück in den Block wurde ich Zeuge des Führungstreffers durch den leicht übergewichtigen Angreifer der Hausherren. Aydin nutzte nach 18 Minuten einen Querpass zum lockeren 1:0. Zu diesem Zeitpunkt bestimmte Velbert das Spiel und wurde seiner Favoritenrolle absolut gerecht. Derweil spielte sich der Schiedsrichter zunehmend mit fragwürdigen, aber wenig konsequenten Entscheidungen in den Mittelpunkt.

Die zweite Halbzeit wurde dementsprechend fahrig und ruppig. Die Spieler, Trainer und Fans beider Teams waren so gar nicht einverstanden mit dem, was Schiri Brüster hier veranstaltete. Zwischen dem ganzen Gemecker, Getrete und Gepfeife auf dem Platz gab es immerhin phasenweise auch etwas Fußballsport. Zumeist rollten die Angriffe auf das Tor der Gäste. Diese hatten bis dato verdammtes Glück, nicht noch höher zurückzuliegen. In der 53. Minute jubelte Fischeln stattdessen über den Ausgleich. Während die Nummer 15 der Heimelf auf Höhe der Mittellinie angeschlagen auf dem Boden lag, spielte der VfR den Angriff zu Ende, sodass Norf, mithilfe des gegnerischen Keepers, den Ausgleich erzielen konnte. Schnell kamen die Rufe nach „Fairplay“ auf und der achso stark verletzte 15er hatte plötzlich genug Kraft um gegen den Gegner zu pöbeln. Wenig später erzielte der sterbende Schwan fast das 2:1. Die dauerhaft reklamierenden Hausherren stiegen an diesem Nachmittag nicht unbedingt in meiner Gunst nach oben. So freute ich mich auch über den verschossenen Elfmeter der Velberter nach 65 Minuten. Richtig wild wurde es in der Schlussphase, als bei mehreren Akteuren die Sicherungen durchbrannten und sich der Schiri nur noch mit drei Platzverweisen zu helfen wusste. Mir reichte es fürs Erste und so freute ich mich auf einen entspannten Abend.

 
 
   
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