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  VFR FISCHELN 3
     
  FSV VOHWINKEL 48 5
Halbzeitstand 1:3
 
So., 27.05.2018 - 15:00 Uhr
Tore:
  0:1 Kanahashi (9.)
  0:2 Kanahashi (21.)
1:2 Sadlowski (29.)  
  1:3 Kanahashi (32.)
2:3 Oehlers (50.)  
  2:4 Terada (64.)
  2:5 Terada (77.)
3:5 Norf (89.)  
BZA Kölner Straße, Krefeld
37 Zuschauer
Oberliga Niederrhein (DE V)
33. Spieltag 17/18
 
 
Ticket: 5 Euro - Tageskasse - Stehplatz
Verpflegung: 1,50 Euro - Sprite 0,3 l (Coke)
 
 
 
 
 
 

Nach dem Rennsteiglauf am Samstagmorgen, stand ich am Sonntag mit wackeligen Beinen vor einer brisanten Entscheidung. Im Anschluss an meine Rückkehr aus Thüringen boten sich mir zwei fußballerische Möglichkeiten den Sonntagnachmittag im Pott zu verbringen. In Oberhausen sehnte sich die Schalker U19 im Finale um die Deutsche Meisterschaft nach meiner Unterstützung, während in Krefeld-Fischeln die Komplettierung der Oberliga Niederrhein lockte. Nach einigen Gedankenspielen schlug das Pendel schlussendlich Richtung Oberliga-Tristesse aus, auch da ich diesen verdammten Gammel-Ground schon eine gefühlte Ewigkeit vor mir herschleppte. Im Nachhinein ist man meist klüger und so stellte sich meine Entscheidung schon bei der bloßen Betrachtung der Ergebnisse als nicht so verkehrt heraus. Während die A-Junioren überraschend gegen die Berliner Hertha mit 1:3 verloren und somit die Vizemeisterschaft der Profis bestätigten, sah ich bei der Partie zwischen dem VfR Fischeln und dem FSV Vohwinkel ein lockeres 3:5. Wo es im Stadion Niederrhein um nicht weniger als den wichtigsten Nachwuchs-Titel des Landes ging, hatte die Begegnung auf dem Kunstrasenplatz an der Kölner Straße im Südwesten Krefeld höchstens symbolische Bedeutung. Sowohl Fischeln als auch der Wuppertaler-Stadtteilclub standen bereits als Absteiger in die Landesliga fest.

So wollte mich der nette Herr an der „Stadion“-Kasse bereits zum Abstiegs-Sonderpreis auf das Gelände lassen. Ich bezahlte jedoch brav den angeschlagenen Ermäßigungstarif und machte mich mit dem Gelände vertraut. Dieses bestand aus einem Rasenplatz, einem Kunstrasenplatz und dem obligatorischen Vereinsheim. Auf dem Rasenplatz finden meines Wissens so gut wie nie Spiele statt, sodass das künstliche Geläuf de facto als Hauptplatz fungiert. Einen Grill suchte ich vergebens. Während die Familie des Platzwarts es sich beim fast zeitgleicht stattfindenden Relegationsspiel des KFC im Garten gemütlich machte, lungerte ich beim Aufwärmprogramm der beiden Oberligaabsteiger gelangweilt im Schatten am Spielfeldrand herum. Zum Einlauf beider Teams gab es, mit der amateurhaft auf die TNT-Melodie gesungenen Vereinshymne des VfR, das erste Highlight des Tages. Es sollte nicht der einzige Höhepunkt bleiben. In einer Partie ohne jeglichen Druck legten beide Trainer wenig Wert auf Taktik und ließen den Spielern freien Lauf. Diese bedankten sich dafür mit einem nicht immer schönen, aber überaus torreichen Spiel.

Ich beobachtete von einem freien Platz an der Bande wie sich die beiden Japaner Kanahashi (0:1, 0:2 und 1:3) und Terada (2:4 und 2:5) für den FSV Vohwinkel in den Spielbericht meißelten. Meinen Standort wählte ich dabei vorsichtig, da viele Bereiche rund ums Spielfeld als Stammplätze markiert wurden. So gab es eigene Sektoren für die „Edelfans“, die „Torauslinie Nord“ oder die „Gegengerade“ Ost. Insgesamt sahen heute 37 Zuschauer die Partie. Räusper. Wer sich für das Spiel begeistern konnte, durfte zumindest viel erleben. Da wäre beispielsweise die Anekdote rund um Schiedsrichter Andre Berger. Dieser kam mir nicht ganz unbekannt vor und verlor seine peinliche, oberlehrerhafte Art nur kurz, als er zwischenzeitlich nach einem Zusammenprall K.O. ging. Danach pfiff er zur „Begeisterung“ aller Anwesenden ziemliche Paste zusammen und durfte sich zu Recht einiges anhören. Neben drei  Abseitstoren fielen in Halbzeit eins vier Treffer. Die schönste Bude markierte dabei Kanahashi mit seinem Tor zum 3:1 (32.), dem eine tolle Kombination der Gäste voraus gegangen war. Ein „strammes Ding aus spitzem Winkel“ – ja, so steht es in meinen Notizen – brachte dem VfR nach 50 Minuten den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer, ehe Japaner Nummer zwei, Terada, jegliche Hoffnungen der Hausherren auf einen versöhnlichen Heimabschluss zerstörte. Wer jedoch, wie vor dem 2:4, ein Kopfballduell gegen einen zwei Köpfe kleineren Japaner verliert, hat es auch nicht wirklich anders verdient. Ich machte einen Haken hinter den Tag und das kräftezerrende Wochenende und fuhr aus der brütenden Hitze dem drohenden Unwetter entgegen.

 
 
   
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