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  TV HERKENRATH 09 3
     
  SV BERG. GLADBACH 2
Halbzeitstand 0:1
 
So., 03.06.2018 - 15:30 Uhr
Tore:
  0:1 Isken (45.)
1:1 Lo Iacono (53.)  
2:1 Lo Iacono (82.)  
  2:2 Steiger (84.)
3:2 Kanli (90.)  
   
   
   
Sportplatz Braunsberg, Berg. Gladbach
1.000 Zuschauer
Oberliga Mittelrhein (DE V)
29. Spieltag 17/18
 
Ticket: 4 Euro - Tageskasse - Stehplatz
 
 
 
 
 
 

Mein wohl letztes Spiel der Saison 2017/18 führte mich am ersten Juni-Wochenende ins Bergische Land. Hier versprach die Partie zwischen dem TV Herkenrath und dem SV Bergisch Gladbach nicht nur einen neuen Ground, sondern sogleich ein packendes Derby, da es für den Stadtteilclub Herkenrath um nicht weniger als den ersten Aufstieg in die Regionalliga ging. Bei noch zwei ausstehenden Spielen hatten die Hausherren bei einem deutlich besseren Torverhältnis drei Punkte Vorsprung auf den Verfolger Hennef 05. So war es nicht verwunderlich, dass an diesem Sonntagnachmittag zur besten Fußballzeit der halbe Ort auf den Beinen war. Ich fand einen Parkplatz an der Hauptstraße und kämpfte mich durch die Menschenmassen zum Eingang, der bereits von einer beachtlichen Zuschauertraube belagert wurde. Bei prallem Sonnenschein sollte sich die Schlange erst 30 Minuten nach Anpfiff aufgelöst haben. Ich hatte also Glück, dass ich pünktlich zum Anpfiff das Kassenhäuschen passierte, an dem die etwas überforderten Helfer so langsam den Überblick verloren. Immerhin begrüßt der Sportplatz Braunsberg nicht alle Tage 1.000 zahlende Zuschauer. Da sowohl die Stehstufen auf der einen sowie der Hang auf der anderen Gerade bereits gut gefüllt waren, nahm ich auf einem etwas abseits gelegenen Grashügel Platz.

Von dort aus konnte ich ein buntes Treiben auf und neben dem Platz beobachten. Da man weit und breit keine Ordner sah, liefen die Besucher kreuz und quer, sodass man von Glück reden konnte, dass niemand auf die Idee kam, seinen Weg zum Bierwagen über das Spielfeld abzukürzen. Auf dem künstlichen Geläuf schenkten sich die Lokalrivalen nichts. Es knallte hin und wieder und so lebte die Begegnung vor allen vom unerbittlichen Kampf um das runde Leder. Die Wachablösung im Fußballgeschäft der rheinisch-bergischen Großstadt wurde schon früh auch auf Platz sichtbar. Der TVH hatte deutliche Spielvorteile. Als sich die meisten Spieler gedanklich schon in die Pause verabschiedet hatten, nutzten jedoch die Gäste einen Eckball zum späten 0:1. Die Gastgeber waren nun für den zweiten Durchgang unter Zugzwang. Es dauerte nach dem Wiederanpfiff keine zehn Minuten ehe Lo Iacano einen Foulelfmeter zum Ausgleich nutzen konnte. Der Torwart war in der richtigen Ecke und wird sich noch heute ärgern, den platzierten Schuss nicht erwischt zu haben. Vor dem schönen Panorama des Bergischen Lands fing man in der zweiten Halbzeit also wieder von null an.

Nach dem Ausgleich entwickelte sich eine echte Achterbahn der Gefühle. Das Spiel war nun richtig ruppig und ließ zu keiner Zeit den erwünschten Derby-Charakter vermissen. Mittlerweile war auch das Ergebnis des TVH-Konkurrenten Hennef durchgesickert, der sein Spiel gegen Siegburg mit 2:1 gewinnen konnte. Es musste also ein Sieg für die Gastgeber her, um den Aufstieg zumindest theoretisch klar zu machen. Zehn Minuten vor dem Spielende bot ein fragwürdiger Handelfmeter eine tolle Möglichkeit zum Siegtreffer. Diese nutzte abermals Lo Iacano mit einem strammen Schuss in die gleiche Ecke wie beim 1:1. Torwart Stümer ahnte abermals die Ecke und berührte den Ball sogar. Auf den furiosen Torjubel folgte in der 84. Minute die Ernüchterung. Bergisch Gladbachs Steiger nagelte einen Freistoß direkt ins Netz und sorgte seinerseits für einen kleinen Platzsturm der Gästefans und Wechselspieler. Die Spannung war geboten und entlud sich dann mit Ablauf der 90. Minute. Der erst im Sommer vom SV 09 gekommene Kanli erzielte per Hacke den späten 3:2-Siegtreffer für Herkenrath. Was hier jetzt los war muss ich sicher nicht beschreiben. Ich beobachtete das Geschehen von meiner erhöhten Position aus und genoss die letzten Momente meines nervenaufreibenden Saisonabschlusses.

 
 
   
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