Wohin der Ball auch rollt. Groundhopping.

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  WEHEN WIESBADEN 0
     
logo_energie   ENERGIE COTTBUS 2
Halbzeitstand 0:1
 
So., 05.08.2018 - 13:00 Uhr
Tore:
  0:1 Mamba (35.)
  0:2 Mamba (90.)
   
   
   
   
   
   
Brita-Arena, Wiesbaden
2.802 Zuschauer
3. Liga (DE III)
2. Spieltag 18/19
 
 
 
Ticket: 14 Euro - E-Ticket - Sitzplatz Gegengerade
Stadionheft: kostenlos
Verpflegung: 3 Euro - Chiliwurst / 3 Euro - Radler 0,4 l (Licher)
 
 
 
 
 
 

Langsam aber sicher freundete ich mich auf altbekanntem Terrain mit der neuen Spielzeit an. Nach dem Besuch im Stadion Niederrhein vom vergangenen Wochenende sollte, mit der Brita-Arena in Wiesbaden, eine weitere alte Bekannte auf mich warten. Die Partie zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und dem FC Energie Cottbus passte mir terminlich gut in den Plan, sodass ich Tacki recht flott für einen gemeinsamen Besuch begeistern konnte. Wir trafen uns am späten Vormittag am Wiesbadener Hauptbahnhof und machten uns mit einem kühlen Getränk zu Fuß auf den Weg zum Stahlrohr-Stadion. Unterwegs überholten den angeschlagenen Tacki und mich bereits einige Cottbuser, die später für einen prall gefüllten Gästeblock sorgen sollten. Vor den Eingängen der Heimseite herrschte indes gähnende Leere, sodass die überforderten und schlecht ausgestatteten Ordner sich langsam aber sicher an ihre verantwortungsvolle Aufgabe herantasten sollten. Apropos „herantasten“, bei mindestens 100 Grad im Schatten fiel die Leibesvisitation entsprechend kurz aus.

Wir fanden uns auf den gleichen Plätzen wieder, die ich vor zwei Jahren mit Alex gegen Magdeburg buchte und uns schon damals gute Dienste leisteten. Die Pfeiler stellten von hier aus keine große Beeinträchtigung da und ermöglichten einen guten Blick auf Tore und Kurven. Auf der Wiesbadener Seite links von uns ließ sich das übliche Zaunfahnengewurschtel der Heim“szene“ in freier Wildbahn beobachten. Der völlig überdimensionierte Lappen wurde erst mühevoll aufgehangen, dann wieder abgehangen und später wieder aufgehangen. Das verstehe wer will. Der ostdeutsche Pöbel konnte darüber natürlich nur Lachen und hatte von Beginn an das stimmungstechnische Heft in der Hand. Auch bei uns auf der Gegengerade hielt der ein oder andere wie wir zu den Gästen aus Brandenburg. Nach dem überraschend klaren Auftaktsieg der Wollitz-Elf in Rostock konnte man sich leicht aufgeregt auf die heutige Leistung der Cottbuser freuen. Die Gäste brauchten jedoch ein wenig um ins Spiel zu kommen und ihre Waffe Mamba in Position zu bringen. Der vielumworbene Stürmer im Dienste von Energie stellte die Wiesbadener Hintermannschaft vor erhebliche Probleme und konnte Anfangs nur durch den übermotivierten Linienrichter und seine Fahne gestoppt werden. Beide Mannschaften gaben sich in dieser Spielphase wenig Mühe in der Defensive und hielten mit mehr Glück als Verstand die Null. Auf Seiten der Hausherren musste mit Schäffler der beste Stürmer das Feld frühzeitig verletzungsbedingt verlassen.

Da Mambas Pendant auf der Gegenseite fehlte, war Cottbus‘ Angreifer nun natürlich doppelt gefordert. Der 24-Jährige Deutsch-Kongolese nutzte nach 35 Minuten Weidlichs strammes Zuspiel in die Mitte zum 1:0 für die Gäste und machte den FCE zum zwischenzeitlichen Spitzenreiter. Der Aufsteiger sah sich nun dem zunehmenden Druck des SVWW ausgesetzt und konnte in der brütenden Hitze nicht mehr für Entlastung sorgen. Unsere leicht hängengebliebenen Nachbarn witterten nun Morgenluft und kommentierten jeden Ballbesitz der Hausherren mit viel Enthusiasmus, aber wenig Sachverstand. Anderseits konnte sich Energie glücklich schätzen, dass man in der zweiten Hälfte hier und da von der Unfähigkeit der Landeshauptstädter im Abschluss profitierte. Vor allem Wiesbadens Kyereh versiebte was das Zeug hält und hielt den Cottbuser Traum vom zweiten Sieg im zweiten Spiel am Leben. Der Wunsch wurde Realität als Mamba in den Schlussminuten mit dem locker eingeschobenen 2:0 alles klar machte und Aufsteiger Cottbus mit weißer Weste an die Spitze der Tabelle hievte.

 
 
   
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