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  SCHWEINFURT 05 0
     
logo_schalke   FC SCHALKE 04 2
Halbzeitstand 0:1
 
Fr., 17.08.2018 - 20:45 Uhr
Tore:
  0:1 Bentaleb (24.)
  0:2 Jabiri (ET., 75.)
   
   
   
   
   
   
Willy-Sachs-Stadion, Schweinfurt
15.060 Zuschauer
DFB-Pokal (DE P)
1. Runde 18/19
 
 
Ticket: 26 Euro - Vorverkauf - Stehplatz Gästeblock
Verpflegung: 3 Euro - Radler 0,5l (Roth)
 
 

Die Auslosung der 1. Runde des DFB-Pokals markiert so etwas wie den Start in eine neue Spielzeit. Während man noch auf die Spielpläne der Bundesliga wartet und der Start dieser sowieso noch in weiter Ferne liegt, bildet die Pokal-Auslosung das Fundament von dem was kommt. Ich hätte die Auslosung gerne spannungsgeladen live und komplett verfolgt, sah jedoch auf dem Sprung nur ein Drittel der Prozedur. Meine Wunschgegner für die Knappen hießen aufgrund der noch nicht besuchten, aber durchaus attraktiven Grounds, Ulm, Jena oder Chemie Leipzig. Am Ende wurde es mit dem 1. FC Schweinfurt 05 ein aufstrebender Regionalligist, dessen Stadion ich vor einiger Zeit bereits besuchte. Auch nicht schlecht. Überraschenderweise konnten Steven, Andre und ich uns für das Duell am Freitagabend mit Karten eindecken, sodass wir den Auftakt in die neue Spielzeit gemeinsam in Angriff nahmen. Um halb zwei in Wattenscheid gestartet, erreichten wir nach einem verkraftbaren Verfahrer und einigen Kilometern hinter Traktoren, um sechs die nach Würzburg und Aschaffenburg drittgrößte Stadt in Unterfranken. Wir parkten auf dem Gästeparkplatz und machten uns auf den Weg zum Eingang. Alles lief nach Plan.

Auch der Einlass gestaltete sich als unkompliziert und locker, sodass nur wenig später die langersehnte Rindswurst auf mich wartete. Alles in allem wirkte die Organisation des Amateurvereins ziemlich professionell. Oder wie es der DFB so schön schmissig ausdrückt: „Unsere Amateure. Echte Profis.“ Das Willy-Sachs-Stadion war bereits gut und vornehmlich königsblau gefüllt, obwohl das Spiel erst in zwei Stunden starten sollte. Bei der recht unchristlichen Anstoßzeit um 20:45 Uhr musste man sich schon viel Mühe geben, um nicht überpünktlich anzukommen. Derweil unterhielten uns eine etwas überdrehte Mallorca-Fraktion sowie unser leicht gereizter Vordermann, der eine Person unserer Reisegruppe für „nicht locker genug“ befand. Wir fühlten uns jedoch vergleichsweise entspannt, als die Mannschaften einliefen und von beiden Fangruppierungen begrüßt wurden. Da waren auf der einen Seite die Heimfans, die hinter einer recht selbstbewussten Botschaft auf einem Spruchband, glitzernde Fahnen schwenkten. In der Kurve verabschiedeten die Schalker ihren langjährigen Kapitän Höwedes per Spruchband und rauchten das Stadion komplett ein. Die Partie wurde dank der ansehnlichen Aktion einige Minuten später angepfiffen.

Ich nahm vor der Begegnung von einem Mond-Tipp Abstand und prognostizierte ein solides 2:0 für den S04. Das erwartet zähe Spiel fand unter einem durchgängigen, aber nur phasenweise überzeugenden, Support der königsblauen Anhänger statt. Da das Spiel wenig zu bieten hatte, erfreuten wir uns am humpelnden Ordner, der nach einem kurzen Sprint mit einer Zerrung zu kämpfen hatte. Auch die, nach der Pyro-Aktion eilig aus dem Hut gezauberten, Hilfsordner trugen zur Belustigung bei, als diese den Schalker Block sowie die Spieler groupiemäßig mit ihren Handys fotografierten. Ein schönes Fotomotiv bot sicherlich der durchaus berechtigte Elfmeter von Bentaleb nach 24 Minuten, den dieser gewohnt sicher im Eck unterbrachte. Neben einer vereitelten Chance von Burgi gab es vor der Pause wenig Nennenswertes. Die Hausherren traten nur Defensiv in Erscheinung. In Halbzeit zwei belebten Schöpf, Embolo (laut Anzeigetafel „Donald Embolo“) und Teuchert das Schalker Spiel, während Skrzybski leider keine Einsatzzeit bekam. Trotz der gestiegenen Offensivbemühung gelang nur noch ein Kopfballtreffer durch Nastasic (75.), der offiziell jedoch als Eigentor gewertet wurde. Der S04 ist dem Ziel Berlin ein Stück näher. Die Schnörkel fehlten, aber fragt mal in Frankfurt und Stuttgart nach. Ich bin zufrieden.