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logo_schalke   FC SCHALKE 04 0
     
logo_hertha_bsc   HERTHA BSC 2
Halbzeitstand 0:1
 
So., 02.09.2018 - 18:00 Uhr
Tore:
  0:1 Duda (15.)
  0:2 Duda (90.)
   
   
   
   
   
   
Veltins-Arena, Gelsenkirchen
60.181 Zuschauer
1. Bundesliga (DE I)
2. Spieltag 18/19
 
 
Ticket: 12 Euro - Dauerkarte - Stehplatz Kurve
Stadionheft: kostenlos
 
 

Was hätte das für ein toller Saisonstart werden können. Nach dem schier endlosen Sommer voller WM-Gegurke und Testspielen glückte dem Vizemeister aus Gelsenkirchen der Pflichtspielauftakt im Pokal in Schweinfurt. In der Liga warteten mit Wolfsburg und Hertha zwei Gegner zum Start, die niemandem wirklich Angst einjagen sollten. Nach der letzten äußerst erfolgreichen Saison, an dessen Ende man sich mit eher solidem als berauschendem Fußball hinter den Bayern einordnete, war die Erwartungshaltung entsprechend groß. Mit einer soliden Transferpolitik und ungewohntem Vertrauen in den Trainer und dessen kurz- und langfristigen Perspektiven, wollte man in diesem Jahr mit besserem Fußball den Anspruch auf einen Champions-League Platz bestätigen. Stattdessen versiebte man das erste Spiel in Wolfsburg nach allen Regeln der Kunst. Der letztjährige Relegationsteilnehmer kaufte dem Vizemeister nicht unverdient den Schneid ab und gewann mit 2:1. Was man in der Autostadt noch für einen Ausrutscher hielt, sollte sich leider eine Woche später beim Duell mit der Alten Dame bestätigen.

Als Chris und ich uns Sonntagmittags in Gelsenkirchen-Resse beim Spiel zwischen der ortsansässigen Viktoria und Buer auf den Heimauftakt einstimmten, ahnten wir nichts Böses. Bei bestem Wetter, einem guten Spiel und einer überzeugenden Currywurst-Pommes-Combo verging die Zeit wie im Flug. Nach der Partie trafen wir Andre an der Arena und zeigten seinen beiden Austauschkids unser Wohnzimmer und dessen Finessen. Vielleicht hätten wir an diesem Punkt auch erwähnen sollen, dass der Verein der sich hier alle zwei Wochen die Ehre gibt, ein ganz schön fieses Luder sein kann. Dass dieser FC Schalke gerne dann überrascht, ob positiv oder negativ, wenn man es gerade nicht erwartet. Die erste Überraschung lieferte die Aufstellung, die uns Tedescos Verzicht auf Burgi und den hochgelobten Neuzugang Mendyl offenbarten. Unser neuer Linksverteidiger nahm stattdessen, ebenso wie Franco Di Santo, im VIP-Bereich über uns Platz. Da man dem erfolgreichen Trainer jedoch nicht ernsthaft widersprechen mag, sollte eben diese unerwartete Startformation die Hertha wegputzen. Und das Spiel begann recht verheißungsvoll.

Ein Videobeweis-Handelfmeter bescherte dem S04 nämlich nach 12 Minuten einen Elfmeter, was bei der letztjährigen Strafstoß-Quote gleichbedeutend mit dem 1:0 sein sollte. Caligiuri hatte jedoch etwas dagegen und setzte den Ball vom Punkt ein gutes Stück links neben den Kasten. Im Gegenzug nutzte Hertha einen Aussetzer vom Aushilfs-Rechtsverteidiger McKennie zum Führungstreffer. In einer perfekten Welt hätte sich Schalke nun zusammengerissen und für sich, für die Fans und vor allem für Caligiuri Druck gemacht und das Spiel gedreht. Stattdessen zeigte man sich fahrig und erschreckend einfallslos. Die Kurve ließ sich vom müden Kick auf dem Rasen anstecken, ohne jedoch vom Gästeanhang übertönt zu werden. Der Blues war zurück auf Schalke und auch ich schob kräftig Frust. Nicht weil man drauf und dran war, auch das zweite Spiel der noch jungen Saison zu verlieren, sondern weil die Art und Weise an ganz schlimme Tage erinnerte. Glücklicherweise verschafften sich die Berliner trotz des Spielverlaufs zu keiner Zeit ernsthaft Gehör. Die Mannschaft des BSC machte hier nichts mehr und wartete bis Schalke den Ball von selbst ins Aus spielte. Sogar die zahllosen Standards blieben erfolglos. Statt des gegen Ende doch überfälligen Ausgleichs fing sich Kono nach einem Konter einen Platzverweis ein und der fällige Freistoß der Herthaner landete zudem im Netz und setzte den Schlusspunkt des Schalker Heimauftakts. Schmerz lass nach. 

 
 
   
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