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logo_schalke   FC SCHALKE 04 1
     
  FC PORTO 1
Halbzeitstand 0:0
 
Di., 18.09.2018 - 21:00 Uhr
Tore:
1:0 Embolo (64.)  
  1:1 Otavio (75.)
   
   
   
   
   
   
Veltins-Arena, Gelsenkirchen
45.755 Zuschauer
Champions League (UCL)
Gruppenphase - 1. Spieltag 18/19
 
 
 
Ticket: 37 Euro - Vorverkauf -  Sitzplatz Kurve
Stadionheft: kostenlos
 
 

Neuer Wettbewerb, neues Glück. Das sollte und musste der Leitspruch für meine Knappen zum Start der Champions League-Saison 2018/19 sein. Nach drei Jahren und sechs Monaten Abstinenz konnte sich Königsblau als Vizemeister für die Königsklasse qualifizieren. Unvergessen unser letztes Spiel in Europas wichtigstem Vereinswettbewerb, in dem wir in Madrid 4:3 gewannen und kurz davor waren, die Königlichen zu eliminieren. Ich war indes kurz vorm Kollaps. Trotz aller berechtigten Kritik an den korrupten und geldgeilen Strukturen der UEFA bleibt die Champions League das höchste der Gefühle für die Spieler und Fans. Obwohl ich hier mehr Erfahrung habe als die meisten Spieler im Schalker Kader, war meine Vorfreude riesengroß. Nachdem etliche Tabellen mit möglichen Gruppengegnern erstellt , Wahrscheinlichkeiten berechnet und Wünsche formuliert wurden, erwischte der S04 eine sportlich machbare Gruppe mit weit entfernten Reisezielen. Während meines USA-Urlaubs geht es nach Moskau, dann reisen Steven und ich nach Istanbul und schlussendlich mit Andre nach Porto um die Hafenstadt mit einem Haufen asozialer Schalker einzunehmen. Nach drei Niederlagen zum Auftakt der Bundesliga waren die Portugiesen sogleich der erste Europapokal-Gast in der Arena. Die Eurofighter sind wieder da!

Vor unserem Jahresurlaub zeigte ich mich indes etwas verpeilt und beging ungewohnte Fehler. So weilte die Dauerkarte, ebenfalls im Urlaubsmodus, bereits bei Henry. Dieser Fauxpas fiel mir leider erst zwei Tage vor dem Porto-Spiel auf, sodass ich mich kurzfristig über den offiziellen Ticketverkauf versorgen und später von Steven auf die billigen Plätze schleusen lassen musste. Der Kauf war leider kein Problem, da fast 10.000 Plätze in der Arena leer blieben. Ich probiere erst gar nicht irgendwelche Erklärungen dafür zu suchen, da ich dafür wenig Verständnis habe. Verdammte Axt, es ist Europapokal, andere würden dafür alles stehen und liegen lassen. Der Stimmung tat dies zum Glück keinen Abbruch und es herrschte die viel zu oft herangezogene „Europapokalatmosphäre“. Zumindest alle Anwesende hatten richtig Bock hier was zu holen und die Portugiesen zurück an die Atlantikküste zu schießen. Dafür musste man jedoch erst einmal die Legende Iker Casillas überwinden. Der Spanier stand an diesem Abend in seiner 20. Champions League-Saison in Folge zwischen den Pfosten und trug sich somit zum wiederholten Male in die Geschichtsbücher ein.

Leider sollte weder Casillas noch ein anderer Akteur beider Teams im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Stattdessen beanspruchte das spanische Schiedsrichtergespann alle Aufmerksamkeit für sich. Die Iberer hielten zueinander, sodass wirkliche jede Entscheidung, die zu treffen war, zu Gunsten der Portugiesen ausfiel. Eine zwar spielerisch stark limitierte, aber dafür aufopferungsvolle Schalker Mannschaft wurde Dank der spanischen Pfeife um ihren gerechten Lohn gebracht. Wir rieben uns anfangs verwundert die Augen und wüteten uns spätestens beim zweiten Elfmeterpfiff, der schlussendlich zum 1:1 (75.) führte, in Rage. Diese Schiedsrichterleistung war fern von jeder Unabhängigkeit und gelinde gesagt eine Frechheit. Begünstigt durch Portos abartige, schindende „Spiel“weise ergab sich ein erbärmliches Bild des Bundes aus Gästeteam und Referees. Ralles parierter Elfer und Embolos Führungstreffer wurden, ebenso wie der überraschend starke Auftritt der Gästefans in der Innenstadt und in der Arena, leider zu Randnotizen degradiert. Was bleibt ist das Gefühl verschaukelt worden zu sein und ein laut schallendes: UEFA MAFIA!

 
 
   
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