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  1. FC GIEVENBECK 3
     
logo_rhynern   WESTF. RHYNERN 1
Halbzeitstand 0:1
 
So., 21.10.2018 - 15:00 Uhr
Tore:
  0:1 Gambino (17.)
1:1 Niemann (48.)  
2:1 Niemann (49.)  
3:1 Stegt (73.)  
   
   
   
   
Sportpark Gievenbeck, Münster
200 Zuschauer
Oberliga Westfalen (DE V)
11. Spieltag 18/19
 
 
 
Ticket: 6 Euro - Tageskasse - Stehplatz
Stadionheft: kostenlos
 
 
 
 
 
 

Die Meteorologen bezeichneten den heutigen Sonntag als letzten Sommertag des Jahres. Auch wenn der Sommer lang, intensiv und vor allem trocken daherkam galt es natürlich diesen effektiv zu nutzen. Somit ging es noch ein letztes Mal mit T-Shirt statt Pullover auf die Reise. Diese führte mich ohne große vorherige Planung nach Münster. In der Studentenstadt Nummer eins spielt seit diesem Sommer der Stadtteilclub 1. FC Gievenbeck fünftklassig. Der Sportpark Gievenbeck war zugleich der letzte mir noch fehlende Ground um die Oberliga Westfalen erneut zu komplettieren. Christian Pander a.k.a „Funky Pee“ hatte einen linken Zauberfuß, war einer meiner Lieblingsspieler und besang seinen Jugendverein FCG als eine seiner Stationen im Song „Meine Story“. Mehr als genug Gründe also um erstmals aus der neuen Wohnung in Meiderich die 100 km Fahrt auf sich zu nehmen. Der Gievenbecker Sportpark kommt als äußerst schönes und kompaktes Stadion daher. Neben einer recht wuchtigen Tribüne wird das Spielfeld von einem Wall samt Rundgang gesäumt. Abgerundet wurde das Ganze durch eine Werbebande und eine große Hissfahne, die die Verbindung zum S04 - der FCG ist Kooperationspartner der Knappenschmiede - verdeutlichten. Bei bestem Sonnenschein war die gestrige Niederlage also bei der Ankunft schon fast vergessen.

Die Gievenbecker schlagen sich als Aufsteiger mehr als wacker und haben sich im Tabellenmittelfeld festgebissen. Dementsprechend war die Stimmung gut und die Atmosphäre von Grund auf freundlich. Gegen den Absteiger und derzeitigen Tabellen-Zweiten Westfalia Rhynern hatte man heute nichts zu verlieren. So spielte man dann auch von Beginn an frei auf und überraschte die Gäste sichtlich mit einer offensiven und spielfreudigen Grundausrichtung. Mehrere Male konnte man mahnende Worte des Westfalia-Keepers an seine Hintermannschaft vernehmen. Als Rhynerns Gambino dann nach 17 Minuten aus dem nichts zur schmeichelhaften Führung traf, war es Keeper Hahnemann der sich am lautesten freute. Diese Freude war berechtigt, da das Gegentor wie ein Ast in den Speichen des rollenden FCG-Rades steckte. Viel ging bis zur Pause nicht mehr und irgendwie schien sich die Favoritenrolle der Gäste nach dem anfänglichen Aufbäumen der Hausherren zu bestätigen. In der Pause checkte ich die Ergebnisse auf den anderen Plätzen, wo sich die Schalker Reserve als Tabellenführer gegen den SV Schermbeck schwerer tat als gedacht.

Während die U23 der Knappen durch einen Doppelpack von Zahn am Ende als dreckiger Sieger den Platz verließ, kam der Verfolger aus Hamm nach dem Wiederanpfiff komplett aus dem Tritt. Das ist eigentlich noch zu nett ausgedrückt. Man ließ den 24-jährigen Mittelstürmer Tristan Niemann gar freie Hand bei seinen beiden Toren in der 48. und 49. Minute. Die anderen Zuschauer, ich und wohl auch Niemann selbst konnten nicht glauben, wie frei die Nummer Elf da im Strafraum des Absteigers zum Abschluss kam. Der Jubel war ebenso überraschend wie laut und auf einmal war die Heimelf in Front. Wer das für einen kurzen Ausrutscher hielt, sollte sich stark geirrt haben. Die Westfalia präsentierte sich nun vogelwild und war einem weiteren Gegentreffer in der Folgezeit näher als dem Ausgleich. Zu allem Überfluss knallte der FCG-Keeper einem Gegenspiel einen Abschlag aus kurzer Distanz an den Hinterkopf, was für größere Aufregung sorgte als das 3:1 in der 73. Minute. Der getroffene Spieler stand ebenso wieder auf, wie es wohl auch die Westfalia nach einer gründlichen Analyse tun wird. Dieses Spiel fand aber in den Gievenbeckern einen überzeugenden und verdienten Sieger. Bis demnächst, wenn wieder in dicken Socken und Winterjacke gehoppt wird!

 
 
   
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