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logo_schalke   FC SCHALKE 04 5
     
logo_fcn   1. FC NÜRNBERG 2
Halbzeitstand 2:1
 
Sa., 24.11.2018 - 18:30 Uhr
Tore:
1:0 Skrzybski (26.)  
2:0 Harit (32.)  
  2:1 Palacios (38.)
3:1 Burgstaller (70.)  
  3:2 Zrelak (78.)
4:2 Skrzybski (84.)  
5:2 Oczipka (90.)  
   
Veltins-Arena, Gelsenkirchen
62.271 Zuschauer
1. Bundesliga (DE I)
12. Spieltag 18/19
 
 
Ticket: 12 Euro - Dauerkarte - Stehplatz Kurve
Stadionheft: kostenlos
 
 

Nach einer abermals katastrophalen Vorstellung des S04 in Frankfurt und der darauffolgenden überflüssigen Länderspielpause stand am letzten Novemberwochenende das Heimspiel gegen die Freunde vom Glubb an. Nachdem wir den FCN 2014 am letzten Spieltag in die Zweitklassigkeit verabschieden mussten, wurde es auch wirklich Zeit für ein erneutes Duell mit den Franken. Diese reisten per Sonderzug in den Pott und taten ihren Teil für die großartige Atmosphäre, die an diesem Samstagabend herrschen sollte. Nachdem man sich durch das nasse und trübe Novemberwetter gekämpft hatte, erwarteten einen in der Arena Choreoflyer, Papptafeln und Schwenkfähnchen. Die Vorbereitungen ließen die Dimensionen von Deutschlands erster Ganzstadion-Choreo bereits erahnen. Ich freute mich auf das in wenigen Minuten entstehende Bild, das Deutschlands größte und engste Fanfreundschaft huldigen sollte. Schalke und der FCN ist nun mal einmalig und wurde plump gesagt: „Oft kopiert, doch nie erreicht.“ Somit begrüßten Marvin, Steven und ich die Spieler der Gäste mit Applaus, sangen vor dem Anpfiff „Die Legende lebt“ und reckten schwarze Papptafeln in die Luft, die Teil des rot-schwarzen Bildes in der Nordkurve waren. Das war schon atemberaubend was da heute geschah und wurde dementsprechend positiv von allen Seiten aufgenommen.

Besondere Atmosphäre hin oder her, auf dem Platz war den Spielern die Freundschaft wahrscheinlich recht egal. Beide Teams stecken, mehr oder weniger erwartet, im Tabellenkeller fest und mussten heute punkten. Schalke baute dabei erstmals auf Stevie von Beginn an, was meine Vorfreude als Fanboy nochmals rapide steigerte. Endlich bekam der Berliner Jung die Chance, sich auch außerhalb des Testspiel-Betriebs über einen längeren Zeitraum zu beweisen. Mir gefiel zudem die offensive Grundausrichtung der Schalker, die sich früh bezahlt machen sollte. Nachdem bereits mehrfach ein resigniertes Raunen die Schalker Fehlpässe begleitete, entwickelte sich die Partie, auch aufgrund der schwachen Defensivleistungen, zu einem echten Torfestival. Eröffnet wurde dieses nach 26 Minuten durch eben diesen zuvor wenig beachteten Steven Skrzybski, der den unglücklichen Mathenia umkurvte und einschob. Wenig später folgte Harits 2:0, an dem Stevie am kurzen Pfosten abermals entscheidend beteiligt war (32.). Schalke wäre nicht Schalke, hätte man dem befreundeten Glubb nicht noch vor der Pause zum Anschlusstreffer eingeladen (38.). Unsere Blicke wechselten mittlerweile zwischen dem Rasen und unser Nachbarin im Block, die sich, voll wie zehn Russen, vor aller Augen bis auf die Knochen blamierte.

Nach der Pause benötigte die Partie ein paar Minuten um wieder anzulaufen. Hierbei setzte Bauers Gelb-Rote (67.) den entscheidenden Funken frei, um das Feuer aus der Schlussphase der ersten Hälfte neu zu entfachen. Auch unsere Nachbarin begann zeitgleich das nächste Bier, das unter unseren ungläubigen Blicken irgendwie den Weg in ihren vollen Schädel fand. Burgi vollendete indes Caligiuris zweite Vorlage des Tages zum 3:1 und verschaffte Schalke wieder ein etwas dickeres Polster (70.). Dieser Umstand schien Benji jedoch zu missfallen, sodass unser französischer Fels in der Brandung sich hinten überrumpeln ließ und Zrelaks Billiard-Tor zum erneuten Anschlusstreffer begünstigte (78.). Mittlerweile hatten wir ein wirklich wildes Spiel, das bereits fünf Tore zu bieten hatte. Noch war jedoch nicht Schluss, da Stevie sein Startelf-Debüt mit dem 4:2 nach erneuter Caligiuri-Vorarbeit krönte (84.) und wenig später, begleitet von Sprechchören den Platz verließ. In der Nachspielzeit erzählte zudem Oczipkas Comeback-Treffer eine weitere schöne Geschichte. Diese Partie machte wirklich Spaß und zeigte, dass auch der S04 bei einer günstigen Konstellation in der Lage ist ein Fußballfest zu liefern. Daran hatte ich lange Zeit gezweifelt und mich bereits mit all den torarmen Rumpelpartien abgefunden. Hoffentlich setzt der Coach in Zukunft auf die Burgi-Stevie-Spitze die sich heute mehr als bewährte und einfach gut zusammenpasste. Bei all der Freude über den eigenen Sieg, bleibt natürlich ein fader Beigeschmack, den Glubb mit leeren Händen nach Hause schicken zu müssen. Schalke und der FCN!

 
 
   
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