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KFC Verbroedering Dender E.H. Logo.svg   FCV DENDER 0
   
RFC Seraing   RFC SERAING 1
Halbzeitstand 0:0
 
Sa., 28.039.2019 - 20:00 Uhr
Tore:
  0:1 Mouhli (90.)
   
   
   
   
   
   
   
Van Roystadion, Denderleeuw
400 Zuschauer
Eerste Klasse Amateurs (BE III)
5. Spieltag 19/20
 
 
Ticket: 10 Euro - Tageskasse - Sitzplatz Kurve
 
 
 
 
 
 

Da man eigentlich nicht für nur ein Spiel in Richtung Niederlande oder Belgien aufbricht, ging es im Anschluss an die stürmische Begegnung in Katwijk durch den Haag, vorbei an Rotterdam und Antwerpen ins belgische Städtchen Denderleeuw. Das Wetter hatte sich mittlerweile beruhigt, sodass mich an meinem Zielort ein lauer Herbstabend begrüßte. Ich fand einen sehr spärlich gefüllten Stadionparkplatz vor, der mich, knappe 30 Minuten vor Spielbeginn, doch ein wenig irritierte. Immerhin ließ die Musik aus dem Stadion vermuten, dass die Partie stattfinden sollte. Also kaufte ich mir am Kassenhäuschen ein Ticket für die Hintertortribüne, da die Karten für Gerade satte 50% mehr kosten sollten. Bevor ich mir über diese recht unsinnige Preispolitik Gedanken machen konnte, lockte rechts von mir bereits der Imbiss-Wagen. Da ich es zwischen beiden Spielen nicht mehr in die Frituur schaffte, musste also ein schöner Fettwannen-Mexicano her um meinen Hunger zu stillen. Noch mit der halben Hacksohle in der Hand erreichte ich meine Bestimmungs-Tribüne als Vierter. Neben zwei Ordnern hatte bereits ein anderer Schaulustiger auf der vermeintlichen Fantribüne Platz genommen.

Mich interessierte nun das Spiel meiner Schalke in Leipzig. Ich zückte also mein Handy und sah mir genüsslich die Highlights des Sieges gegen die Brausespinner an. Zu diesem Zeitpunkt konnte und wollte ich noch nicht erahnen, dass ich auf dem kleinen Bildschirm die letzten Tore der nächsten Minuten und Stunden sehen würde. Während „meine“ Ordnerin noch ein bisschen zu Oasis‘ „Wonderwall“ mitsang und sich das überdimensionierte Stadion zumindest auf sehr niedrigem Niveau noch etwas füllte, ging es auch schon los. Bevor der erste Ball in einen der beiden Strafräume flog war ich schon etwas enttäuscht. Ich blickte auf leere Ränge und einen mit handgezählten 22 Fans gefüllten Gästeblock, der immerhin mit ein paar Fahnen geschmückt wurde. Wenn nicht gerade die Dame links hinter mir wahllos das Geschehen kommentierte, konnte man die Spieler und Trainer deutlich hören. Der Rest des Publikums widmete sich den kleinen Bierbechern, die in Massen über die Ränge transportiert wurden. Ich könnte diese Zeilen nun ausführlich mit Fragen über die Nachhaltigkeit von 0,2 Liter-Einwegbechern füllen, möchte aber kein Fass aufmachen. Wobei, Durst hätte ich schon.

Es gibt jedoch nur wenige Biere, die stark genug wären um das zu ertragen, was beide Teams den Zuschauern darboten. Ich habe mir ein paar Stichpunkte zum Spielverlauf in mein Notizheft geschrieben, bin mir jedoch sicher, dass „Dender startet forsch“, „Doppelchance vereitelt gegen RFC (15.)“ oder „Im Anschluss pfeift Schiri sinnfrei Dender-Vorteil weg“ irgendeinen Mehrwert besitzen oder gar das Geschehen auf dem Platz auch nur Ansatzweise wiederspiegeln. Meine kleine Notiz zur Halbzeit trifft es da schon besser: „Schlimmes Spiel, Geisteratmo“. Die Torwarte dürften durch die vielen Rückpässe die Ballkontakt-Statistik angeführt haben und die Ecken, Flanken oder Freistöße waren konsequent viel zu lang. Ich ärgerte mich, dass ich weiterhin aufs Spielfeld guckte und nicht wie die Ordnerin tief in Candy Crush versank. Ich hätte mir zwar nicht direkt eines meiner Flop Top Ten-Spiele erspart, aber zumindest etwas halbwegs Sinnvolles mit meiner eh schon verschenkten Zeit angefangen. Folgerichtig verpasste ich den Lucky Punch der Gäste in der Nachspielzeit, da ich diese bereits im Auto verbrachte.