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logo_bayer04   BAY. LEVERKUSEN 1
       
logo_schalke   FC SCHALKE 04 1
Halbzeitstand 1:0
 
Sa., 11.05.2019 - 15:30 Uhr
Tore:
1:0 Havertz (31.)  
  1:1 Burgstaller (48)
   
   
   
   
   
   
BayArena, Leverkusen
30.210 Zuschauer
1. Bundesliga (DE I)
33. Spieltag 18/19
 
 
Ticket: 22 Euro - Vorverkauf - Stehplatz Gästeblock
 
 
 
 
 
 

Das letzte Auswärtsspiel dieser Saison führte die Schalker Knappen ins nicht allzu ferne Leverkusen. Für mich sollte die Begegnung das Ende einer gefühlt völlig verkorksten Saison werden. Dieses Gefühl spiegelt sich so nicht ganz in meiner persönlichen Saisonbilanz wieder. In den 22 von mir vor Ort verfolgten Partien gab es bei drei Unentschieden acht Siege und („doch nur“) 11 Niederlagen. Trotzdem bleiben abgesehen vom Auswärtsderby vor wenigen Wochen vor allem die zahlreichen katastrophalen Leistungen in Erinnerung. Unter der Verantwortung des neuen Trainer David Wagner, der zugleich von Beginn an mein absoluter Wunschkandidat für die Tedesco-Nachfolge war, steht ein Umbruch bevor, der hoffentlich alles in Frage stellt. Ich wäre für einen „Drittel“-Umbruch. Ein Drittel des Kaders für die kommende Saison sollte aus den willigen Spielern des jetzigen Aufgebots bestehen (Burgi, Stevie, Benji etc.). Einen ebenso großen Anteil sollte der eigene Nachwuchs aus der Knappenschmiede bilden, zu dem ich Spieler wie Kutuco oder Boujellab noch hinzuzähle. Das letzte noch fehlende Puzzleteil sollte meiner Meinung nach, auch aus finanzieller Hinsicht, aus zuverlässigen Perspektivspielern bestehen. Hier fällt mir immer wieder der ehemalige Schalker Jugendspieler Lennart Czyborra ein, der mit 20 Jahren mittlerweile zu den Leistungsträgern bei Heracles Almelo gehört.

Wie auch immer. Ich könnte mich weiterhin seitenweise über das auslassen, was schief gelaufen ist und was besser laufen muss. So oder so hatte man heute die Werkself vor der Brust. Diese kämpft noch immer mit berechtigten Chancen um den Einzug in die Champions League. Schalke ist indes gerettet und spielt nur noch um die goldene Tropenfrucht. Ich absolvierte die Tour in die Farbenstadt ausnahmsweise alleine, da ich, warum auch immer, als einziger aus unserem Kreis eine Karte bekam. Wie üblich, wenn es nach Leverkusen geht, wählte ich die Anreise per Regio und bereute es zugleich. Ich war froh als die proppevolle Bahn mich mit dezenter Verspätung endlich zwischen Düsseldorf und Köln ausspuckte. Im Gästeblock warteten dann etliche kleine karierte Schwenkfahnen auf den Gästeanhang. Während die UGE ein recht kleines Kurvenbild vorbereitete und dieses passend mit „Berg und Tal mit S04“ beschrieb, fuhren die Hausherren zumindest optisch größere Geschütze auf.

Im Heimbereich feierten die Pillendreher „40 Jahre Bundesliga“ in Erinnerung an den Aufstieg von 1979. Dazu lud man 40 Vereinslegenden ein und präsentierte jeden einzelnen vor einem für Leverkusener Verhältnisse großen Kurvenbild. Da ich einige der Bayer-Legenden trotz ihrer Vereinsangehörigkeit ganz gern sehe (Schnix, Nowotny, Kirsten etc.) fand ich auch den Rahmen gar nicht so verkehrt. Trotzdem behielten wir natürlich in Sachen Lautstärke bei unserem recht anarchischen Auftritt die Oberhand. Auf dem Rasen schickte sich wieder Schlimmes an. Anfangs hatten wir noch Glück als uns doppeltes Alu-Glück in der Defensive rettete. Nach einer halben Stunde nutzte jedoch Youngstar Havertz einen McKennie-Fehler per Gewaltschuss zur Führung. Nachdem Burgi nach der Pause postwendend ausglich, bestimmten Herr Gräfe und seine Kumpels im Kölner Keller das Spiel. Ich bin es wirklich leid. Die VAR-Lotterie ließ das Spiel dann auch nach 95 Minuten mit einem Unentschieden enden. Zeitgleich wurde der Abstieg des Glubb am heutigen Samstag besiegelt. Der Weg ist nicht zu Ende – Der FCN steigt wieder auf!